Grüß Gott, ich bin der Neue…

Na ja, nicht wirklich. Zumindest nicht ganz neu. Die meisten werden mich doch irgendwie kennen, mit vielen Partnern hatte ich in den vergangenen Jahren zu tun, an zahlreichen Projekten war ich beteiligt, und geneigte Leser dieses Blogs kennen meine Einwürfe ohnehin schon etliche Jahre.

Dennoch: Es ist ein Neuanfang! Für mich. Für Sie. Und für meine Kolleginnen und Kollegen. Aber es wäre vermessen, zu behaupten, dass es auch für den ganzen Tourismus in Bamberg und im Bamberger Land ein Neuanfang wäre. Das würde einer einzelnen Person zu viel Bedeutung zumessen. Denn Tourismus ist immer Teamarbeit! Und Tourismus heißt immer Zusammenarbeit mit anderen. Mit allen Partnern vor Ort in der Stadt, mit den Partnern im und vom Bamberger Land, mit Steigerwald-Tourismus, Frankentourismus, Bayern Tourismus, der DZT, der Burgenstraße, den UNESCO-Welterbestätten und vielen mehr … Ja, Kooperationen sind unsere Lebensader! Das macht das Arbeiten im Tourismus so schön, weil man meist gemeinsam unterwegs ist und alle dazu beitragen, dass man sein Ziel erreicht.

An dieser Stelle möchte ich Andreas Christel auch noch einmal ein herzliches Dankeschön aussprechen für die vielen Jahre der vertrauensvollen und spannenden Zusammenarbeit. Und meiner Nachfolgerin als Marketingleitung wiederum, unserer langjährigen Kollegin Susanne Kuchenmeister, wünsche ich alles Gute für ihre neuen Aufgaben. Mit ihr muss ich mich jetzt gutstellen, denn sie wird alle Leichen entdecken, die ich in den vergangenenen Jahren im Keller versteckt habe. So ein Stellenwechsel im eigenen Haus birgt auch einige Gefahren!!

Es ist eine große Ehre für mich, dass die Stadt Bamberg mir die Leitung des BAMBERG Tourismus & Kongress Service anvertraut hat. Es ist eine tolle Aufgabe in einer unfassbar schönen und lebenswerten Stadt, die mir sehr ans Herz gewachsen ist. So lange war ich nirgends in meinem Leben. Ich habe insgesamt elf Jahre München hinter mir und neun Jahre London, drei Jahre in Marburg, zwei in Frankfurt am Main und fünf in Ansbach. Und jetzt also insgesamt schon fast 18 Jahre Bamberg! Ich werde wohl nie ein waschechter Bamberger werden, alleine schon wegen des fehlenden weichen, fränkischen Zungenschlags. Aber als echter Wahl- und Wunsch-Bamberger möchte ich mich doch bezeichnen. Meine Kinder haben das große Glück, in dieser Stadt aufzuwachsen. Darum beneide ich sie fast ein wenig.

Seit 14 Jahren habe ich den Tourismus in Bamberg begleitet und mit meiner Arbeit im Team mitgestaltet. Auch die touristische Arbeit für das Bamberger Land ist mir in Fleisch und Blut übergegangen. Somit kenne ich nicht nur Bamberg und all seine Geschichten und Angebote recht gut sowie die Potentiale in Stadt und Land, sondern auch das Problem einer einseitigen Belastung von Teilen unserer Bevölkerung. Manche Auswirkungen der Entwicklung der letzten Jahre haben zu Frustration und zunehmender Ablehnung des Tourismus geführt. Häufig steht dabei zwar eine gesamtgesellschaftliche Herausforderung im Vordergrund, aber der Tourismus trägt auch seinen Teil dazu bei. Ich möchte verstärkt das Gespräch suchen, damit wir miteinander nach Lösungen ringen, wie wir den Tourismus nachhaltig und verträglich innerhalb unseres Stadtlebens weiterentwickeln können. Denn ich bin überzeugt, dass Bamberg mehr vom Tourismus profitiert, als es die Schattenseiten manchmal erscheinen lassen. Wie sähe Bamberg wohl aus – unsere Gastroszene, die Einzelhandelslandschaft, das Kulturleben – wenn unsere Gäste aus Deutschland und der ganzen Welt nicht wären? Und Reisen ist so viel mehr als eine Umsatz generierende Wirtschaftsbranche. Reisen bedeutet Austausch, Völkerverbindung, Ausweitung des Horizonts, Geschichtsbewusstsein, all das ist es doch, was wir mitnehmen, wenn wir selbst reisen. Und Bamberg ist eine Stadt, die den nachfolgenden Generationen unsere eigene Geschichte so anschaulich lehren kann, wie kaum eine andere Stadt. Welterbe der Menschheit eben!

Aber Sie merken es, ich gerate ins Schwärmen. Eigentlich wollte ich doch nur kurz „Grüß Gott!“ sagen.

Ich freue mich auf die Zusammenarbeit mit Ihnen, auf die Arbeit mit meinem Team für unsere Stadt und für das Bamberger Land und auf die Gespräche und Begegnungen in meiner neuen Funktion und Verantwortung.

Auf ein gutes Miteinander!

Ihr
Michael Heger

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