Bamberger Tourismusblog

Tourismus in Bamberg und im Bamberger Land ist ein wichtiges Thema und geht uns alle an. Wir wollen Ihnen auf diesem Blog Hintergrundinformation aus erster Hand bieten, aber auch eine Plattform, um miteinander ins Gespräch zu kommen. Okay, im Moment geht es fast nur um Corona, aber irgendwann können wir uns auch wieder um andere Themen kümmern!!
Herzlich willkommen!

Bamberg Stadt und Land über 50er Inzidenzwert!

So schnell kann es gehen. Die Farbe Gelb mag zwar in der herrlichen Herbstfärbung um uns herum die aktuell vorherrschende Farbe sein, in der Corona-Ampel war Gelb aber nicht mehr als ein flüchtiger Zwischenschritt zu Rot! Bamberg Stadt und Land liegen nun gemeinsam auf Augenhöhe bei je über 50, was den 7-Tages-Inzidenzwert anbetrifft.

Damit werden vor allem die privaten Kontakte im öffentlichen Raum sowie private Veranstaltungen nochmals eingeschränkt und die Maskenpflicht deutlich ausgeweitet. Von 22 bis 6 Uhr gelten eine Sperrstunde sowie ein Alkoholverkaufsverbot und ein Konsumverbot auf bestimmten Plätzen. In der Gastronomie gelten die gleichen Kontaktbeschränkungen wie für den öffentlichen Raum (also max. 5 Personen oder 2 Haushalte)

Selbst wenn die Zahlen wieder unter den Schwellenwert sinken sollten, bleiben die Regelungen mindestens weitere sechs Tage in Kraft.

Ich zitiere aus der heutigen Pressemeldung der Stadt, die die ab morgen, Montag, 26.10., gültigen Regelungen aufzählen, weise aber auch darauf hin, dass manche Regelungen am Montag noch in eine  Allgemeinverfügung überführt werden:

Nach der Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung gelten daher nun in der Stadt Bamberg ab 26.10.2020 folgende Regelungen:

1. Es besteht eine Maskenpflicht…
• im ÖPNV.
• beim Einkaufen.
• auf durch die Stadt noch per Allgemeinverfügung festzulegenden stark frequentierten Plätzen, voraussichtlich also in der gesamten Fußgängerzone, von der Kettenbrücke über die Obere Brücke und Karolinenstraße bis zum Domplatz sowie weitere innenstadtnahe Bereiche, wie bspw. Obere Sandstraße, Untere Brücke, Austraße und Lange Straße. Die Allgemeinverfügung soll am Montag erlassen werden. Zusätzlich werden dann auch noch Hinweisschilder auf die Maskenpflicht angebracht.
• in Schulen aller Jahrgangsstufen auch am Platz
• in Kitas, Horten, Heilpädagogischen Tagesstätten und Tagespflegestellen für das Personal; zudem sind dort feste Gruppen zu bilden
• in der Gastronomie (mit Ausnahme der Einnahme des Essens und Trinkens).
• am Arbeitsplatz überall dort, wo der Mindestabstand von 1,5 m nicht eingehalten werden kann (z. B. Fahrstühle, Flure, Kantine – mit Ausnahme der Einnahme des Essens – und Ein- bzw. Ausgänge).
• in Freizeiteinrichtungen und Kulturstätten (z. B. Theatern, Kinos, für Zuschauer sportlicher Veranstaltungen) ab sofort auch am Platz.
• bei Tagungen und Kongressen ab sofort auch am Platz.

2. Kontaktbeschränkung: Es dürfen sich maximal 5 Personen oder 2 Haushalte treffen. Dies gilt…
• für den gemeinsamen Aufenthalt im öffentlichen Raum.
• für Treffen in privat genutzten Räumen bzw. Grundstücken.
• für private Feiern (wie Hochzeits- oder Geburtstagsfeiern oder ähnliche Feierlichkeiten) – unabhängig vom Ort der Veranstaltung.
• Diese Beschränkung gilt auch in der Gastronomie.
3. Alkoholverbot auf öffentlichen Plätzen in der Zeit von 22 Uhr bis 6 Uhr. Diese werden ebenfalls noch mit einer Allgemeinverfügung festgelegt.
4. Verkaufsverbot von Alkohol an Tankstellen und anderen Verkaufsstellen (z. B. Kioske) von 22 Uhr bis 6 Uhr.
5. Sperrstunde in der Gastronomie von 22 Uhr bis 6 Uhr (Ausnahme: Abgabe und Lieferung von mitnahmefähigen Speisen oder nichtalkoholi-schen Getränken)

Für KiTas und Schulen bleibt es für morgen, Montag, 26.10.2020, beim Regelbetrieb; zu weiteren Maßnahmen werden sich Gesundheitsamt und Stadt Bamberg morgen abstimmen.

Die Stadtspitze weist noch einmal darauf hin, dass der Verkauf und die Abgabe von alkoholischen Getränken innerhalb des Geltungsbereichs der Allgemeinverfügung (Sandgebiet, Untere Brücke, Obere Brücke, Obstmarkt, Gabelmann) von Freitag auf Samstag, Samstag auf Sonntag sowie vor einem gesetzlichen Feiertag ab 20.00 Uhr weiterhin untersagt bleibt.“

Folgende Hotlines gelten für Fragen zu diesen Regelungen:

Hotline für allgemeine Fragen rund um Corona und die Corona-Ampel (keine medizinische Auskunft!): Landratsamt Bamberg / Staatl. Gesundheitsamt: 0951 85-9722
Mo – Fr 9-15 Uhr, Sa –So 10-13 Uhr

Bürgertelefon der Stadt Bamberg: 0951 87-2525
Mo – Fr 9-14 Uhr

Corona-Hotline der Bayerischen Staatsregierung: 089 122 220
Mo – Fr 8-18 Uhr, Sa. 10-15 Uhr

 

Ein Wort noch zu den Stadtführungen:

Hier gibt es eine klare Aussage aus dem Ministerium, Abteilung Tourismuswirtschaft, die ich Ihnen ebenfalls im Wortlaut zitieren möchte, denn sie bestätigt unser Verständnis, dass Führungen unter strikter Einhaltung der Abstands- und Maskenpflicht weiterhin stattfinden können:

Stadt- und Gästeführungen fallen unter § 11 Abs. 3 der 7. BayIMV in der Fassung v. 22.10.2020 mit Gültigkeit ab 23.10.2020.

Folgendes ist dort geregelt: Stadt- und Gästeführungen, Berg-, Kultur- und Naturführungen sowie Führungen in Schauhöhlen und Besucherbergwerken sind zulässig, wenn der Verantwortliche durch geeignete Maßnahmen sicherstellt, dass grundsätzlich der Mindestabstand von 1,5 m zwischen den Teilnehmern eingehalten werden kann.

Eine Begrenzung der Gruppengröße ist hier weiterhin nicht vorgesehen.

Das Überschreiten von bestimmten Grenzwerten wie der 7-Tages-Inzidenzzahl von 35, 50 oder 100 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern führt nach der Infektionsschutzmaßnahmenverordnung nicht zu gesonderten Regelungen für Stadt- und Gästeführungen. Davon unabhängig kann die jeweilige Kreisverwaltungsbehörde zusätzliche Regelungen erlassen, die gegebenenfalls auch Stadt- und Gästeführungen betrifft.

 

Die Gastronomie muss sich fortan an den Kontaktbeschränkungen im öffentlichen Raum orientieren, wenn Gruppen reservieren wollen. Es gilt die konsolidierte Lesefassung des Rahmenkonzepts Gastronomie vom 20.Oktober 2020.

Auch für Beherbergungsbetriebe gibt es eine konsolidierte Lesefassung vom 20. Oktober 2020.

 

Was soll ich sagen? Wir müssen irgendwie da durch! Halten wir zusammen und halten wir uns an die Regeln, mehr können wir im Moment nicht machen! Wenn sich alle daran halten, wäre schon einiges gewonnen!

 

 

 

 

 

 

Bamberg Stadt und Land nun über dem 35er Inzidenzwert

Nun folgt die Stadt Bamberg dem Landkreis in die gelbe Phase der Corona-Ampel. Auf der Seite des Landratsamtes können Sie die jeweils geltenden Zahlen der 7-Tages-Inzidenz einsehen. Die Stadt liegt bei 36,2, das Land bei 40,1.

Für Stadt und Land gelten somit folgende Regeln:

1. Es besteht eine Maskenpflicht

  • im ÖPNV.
  • beim Einkaufen.
  • auf stark frequentierten Plätzen (z. B. in Fußgängerzonen, auf Marktplätzen, in öffentlichen Gebäuden).
  • in Schulen ab Jahrgangsstufe 5 ab sofort auch am Platz (Ausnahme: Grundschule).
  • in Universitäten ab sofort auch am Platz.
  • in der Gastronomie gilt unverändert: Maskenpflicht herrscht, wenn man nicht am Platz sitzt.
  • am Arbeitsplatz überall dort, wo der Mindestabstand von 1,5 m nicht eingehalten werden kann (z. B. Fahrstühle, Flure, Kantine – mit Ausnahme der Einnahme des Essens – und Ein- bzw. Ausgänge).
  • in Freizeiteinrichtungen und Kulturstätten (z. B. Theatern, Kinos, für Zuschauer sportlicher Veranstaltungen) ab sofort auch am Platz.
  • bei Tagungen und Kongressen ab sofort auch am Platz.

2. Kontaktbeschränkung: Es dürfen sich maximal 10 Personen oder 2 Haushalte treffen. Dies gilt…

  • für den gemeinsamen Aufenthalt im öffentlichen Raum.
  • für Treffen in privat genutzten Räumen bzw. Grundstücken.
  • für private Feiern (wie Hochzeits- oder Geburtstagsfeiern oder ähnliche Feierlichkeiten) – unabhängig vom Ort der Veranstaltung.

3. Alkoholverbot auf öffentlichen Plätzen in der Zeit von 23 Uhr bis 6 Uhr.

4. Verkaufsverbot von Alkohol an Tankstellen und anderen Verkaufsstellen (z. B. Kioske) von 23 Uhr bis 6 Uhr.

5. Sperrstunde in der Gastronomie von 23 Uhr bis 6 Uhr (Ausnahme: Abgabe und Lieferung von mitnahmefähigen Speisen oder nichtalkoholischen Getränken)

 

Zur Erläuterung: Die Kontaktbeschränkungen gelten vorwiegend für den privaten Bereich!

 

 

Ish bin ein Bearleener – Aufhebung des Beherbergungsverbots

Einmal mehr solidarisieren wir uns mit den Berlinern und freuen uns mit Kennedys berühmten Worten aus dem Jahre 1963, dass auch unsere Gäste aus der Hauptstadt ab morgen wieder ins schöne Bayernland reisen dürfen, wie alle anderen Bundesbürger und Bundesbürgerinnen auch, egal wo sie gerade herkommen. Ministerpräsident Markus Söder hat heute überraschend das bayerische Beherbergungsverbot mit Wirkung zum morgigen Samstag, 17.10. aufgehoben. Es läuft also heute Abend aus und wird nicht verlängert. Das bedeutet: es gibt aktuell keine Einschränkungen mehr für Reisende aus Deutschland, keine Testnachweispflicht, keine Pflicht, die Herkunft oder Anreiseroute der Gäste zu checken.

Dies betrifft nicht die Risikogebiete aus dem Ausland! Hier gelten weiter die bekannten Regeln mit Quarantäne und Testpflicht.

Ich glaube, das war eine gute Entscheidung, denn dieses Verbot drohte die Akzeptanz aller anderen sinnvollen Maßnahmen zu torpedieren. Kaum ein anderes Gewerbe hat so klare Regeln und Gebote und hält sich beinahe sklavisch mit enormem Aufwand an eben diese Regeln. Auch die Menschen selbst akzeptieren das und helfen so mit, eine Ansteckung und die Weiterverbreitung des Virus zu verhindern, und können dennoch durch das Reisen ein klein wenig Normalität und Lebensqualität zurückgewinnen.

Wir können so vieles tun, um die Verbreitung der Pandemie zu verhindern, aber ob wir es daheim tun oder in einem anderen Landstrich oder in einer anderen Stadt, ist einerlei. Auf die Vernunft kommt es an, auf ein umsichtiges Miteinander und auf die Einhaltung der simplen AHA-Regeln. Wir selbst haben heute beschlossen, für unsere Stadtführungen alle Teilnehmenden ab sofort zu bitten, für die Dauer der Führung einfach ihre Alltagsmasken aufzulassen. Eine gesetzliche Grundlage dafür gibt es nicht, aber es hat einfach Sinn. Und es tut doch keinem weh.

Um so gravierende Schritte wie das Beherbergungsverbot oder gar wieder ein Verbot weiterer touristischer Leistungen zu vermeiden, müssen wir uns noch strikter an die anderen Regeln halten. Hoffentlich ziehen dabei alle mit!

Ansonsten hat das Kabinett diese Woche ja hauptsächlich Dinge entschieden, die in Kraft treten, sobald ein Landkreis oder eine kreisfreie Stadt die 35er oder die 50er Inzidenz überschreiten. Die genauen Maßnahmen im Wortlaut lesen Sie hier. Die Ampel macht es bildlich deutlich, was sich im öffentlichen Leben jeweils in den Regionen verändert, sobald die Zahlen diese Marken überschreiten:

 

 

Corona: Neue Verbote für Gastgeber!

(c) Bayerisches Staatsministerium für Gesundheit und Pflege

Nach einem recht ordentlichen Sommer – über die Übernachtungsentwicklung im Juli habe ich ja schon berichtet, und seit gestern wissen wir, dass der August mit -5 % fast wieder 2019er Niveau erreicht hat, bei Gästen aus Deutschland sogar +4,3% – kommt es jetzt für die Beherbergungsanbieter wieder ziemlich dicke. Für sie wird die Situation gerade extrem unübersichtlich und ist kaum realistisch zu bewältigen. Seit gestern gilt ein Beherbergungsverbot nicht mehr nur für Personen aus den ausländischen Risikogebieten, sondern nun auch aus Risikogebieten in einzelnen deutschen Landkreisen und Städten, was eine viel kleinteiligere Überprüfung erfordert. Denn hier ist die Dynamik mittlerweile so, dass es täglich neue – höhere – Fallzahlen, täglich neue Listen, täglich neue als Risikogebiete definierte Regionen gibt, ja teilweise bestimmt der Straßenzug über Wohl und Wehe einer möglichen Übernachtung in Bayern. Ausnahmen können gemacht werden für Personen, die einen negativen Coronatest vorweisen können, der nicht älter ist als 48 Stunden, die die Reise aus beruflichen oder medizinisch notwendigen Gründen vornehmen oder Verwandte besuchen, bzw. einen Lebenspartner oder Partner einer nichtehelichen Lebensgemeinschaft, oder die Wahrnehmung eines Sorge- oder Umgangsrechts oder Beistand oder Pflege schutzbedürftiger Personen vornehmen (Wie in der 7. Infektionsschutzverordnung §14, Abs. 2 Satz 1 gelistet).

Aktuell gilt für Bayern, dass im Ministerialblatt jeweils die Risikogebiete genannt werden, die beachtet werden müssen.

In der 7. Infektionsschutzmaßnahmenverordnung vom 1. Oktober 2020 steht, dass das „[…] Staatsministerium für Gesundheit und Pflege im Bayerischen Ministerialblatt Landkreise, Gemeinden oder abgegrenzte Gemeindeteile innerhalb Deutschlands bekanntgeben [kann], bei denen ein erhöhtes Risiko für eine Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 besteht. Betriebe [ …] dürfen keine Gäste aufnehmen, die aus einem der [dort] bekannt gemachten Gebiete anreisen oder dort ihren Wohnsitz haben.
Mit „Betrieben“ sind übrigens alle Formen der Übernachtungsanbieter gemeint.

Die aktuelle Version des Ministerialblatts ist vom 7. Oktober und ist gültig vom 8. bis 14. Oktober Nachtrag vom 9. Oktober: Ich stelle fest: Die Ministerien bleiben sich treu und veröffentlichen neue Anordnungen weiterhin gerne an Freitagnachmittagen. So ist es wieder geschehen und wir haben nun seit heute mit Wirkung zum 10. Oktober folgende neue Risikogebiete, für deren Bewohnerinnen und Bewohner ein Beherbergungsverbot besteht, übrigens auch für Menschen, die nicht dort wohnen, sondern nur von dort anreisen, sprich auf der Durchreise waren und dort Station inklusive Übernachtung gemacht haben:

a) Stadt Berlin,
b) Stadtgemeinde Bremen,
c) Kreisfreie Stadt Frankfurt am Main,
d) Kreisfreie Stadt Offenbach,
e) Kreisfreie Stadt Hamm,
f) Kreisfreie Stadt Herne,
g) Kreisfreie Stadt Remscheid,
h) Landkreis Esslingen,
i) Landkreis Cloppenburg,
j) Landkreis Wesermarsch.

Nochmal ganz deutlich: Gesetzeskraft hat tatsächlich nur die Veröffentlichung im jeweils aktuellen Ministerialblatt. Nur für die dort aufgelisteten Gebiete gilt das Beherbergungsverbot. Das nächste Ministerialblatt ist für den 13.10. angekündigt. Die jeweils neueste Version sollte dann immer hier ganz oben in der Liste erscheinen.

Diese Seite des DEHOGA Bayern listet tagesaktuell die neu hinzugekommenen Gebiete mit über 50 Neuinfizierten im 7-Tageszeitraum. Die Seite des RKI zeigt auf der Deutschlandkarte alle Landkreise und Städte in rot, die den Grenzwert überschritten haben. Diese sind aber nicht maßgeblich für das Beherbergungsverbot.

Nicht hilfreich bei der ganzen Geschichte sind natürlich die Meldungen zu einem Bamberger Hotel, das offenbar demonstrativ und in voller Absicht verantwortungslos gegen jegliche Regeln verstoßen hat. Alleine bei uns gingen etliche besorgte Nachfragen, Stornierungen und Reiseverzichtsbekundungen ein und haben weiteren wirtschaftlichen Schaden angerichtet. Das können wir alle definitiv nicht brauchen. Das schadet der ganzen Branche! Mehr Vernunft braucht die Welt! Auch jetzt. Gerade jetzt!

Unterkünfte 2021 – Die Zeit ist reif!

Ein bisschen länger als sonst haben wir zugewartet, in der Hoffnung, dass sich die Lage für unsere Partner in der Hotellerie und bei den Privatquartieren wieder bessert. Die Julizahlen haben gezeigt, dass der Sommer wohl nicht so katastrophal war, wie er hätte sein können und wie er anderswo auch war, aber dennoch bleibt die banale Erkenntnis: Kein nicht vermietetes Zimmer kann nachgeholt werden, kein jetzt vermietetes Zimmer kann den verlorenen Umsatz wieder gutmachen.

Aber wir blicken nach vorne! Es geht um das Jahr 2021 und wir wollen unser Möglichstes tun, damit dieses Jahr wieder läuft. Und dabei gehen wir heuer einen weiteren Schritt in Richtung Digitalisierung: Wir stellen unsere Übernachtungsbetriebe ausschließlich im Netz dar, auf www.bamberg.info, dem erfolgreichen Portal für den Tourismus nach Bamberg und ins Bamberger Land mit jährlich 800.000 „unique visitors“!

Das gedruckte Unterkunftsverzeichnis gehört damit der Vergangenheit an.

Glauben Sie’s mir, ich bin ein hoffnungslos altmodischer Mensch, und ein Haptiker noch dazu, aber in diesem Fall ist die Entscheidung einfach überfällig und fiel sogar mir leicht. Seit Jahren verschiebt sich der Schwerpunkt bei der Unterkunftssuche vom Gedruckten ins Digitale, quer durch die Bevölkerung, weltweit, in allen Altersgruppen. Und in den letzten zwei Jahren war die Entwicklung nochmal ganz extrem ausgeprägt. Wir haben in den vergangenen Jahren viel Energie und Geld in unseren Online-Auftritt gesteckt und sind stolz, dass wir bei den einschlägigen Google-Suchbegriffen immer unter den Top 3 auf der ersten Seite landen, direkt nach den gekauften Anzeigen! Unser Übernachtungsangebot im Netz wird gesehen und genutzt, wir generieren Nachfrage und Buchungen. So trotzen wir mit unserem lokalen, aber weltweit genutzten Portal den großen Anbietern immer noch eine erkleckliche Anzahl an Übernachtungsbuchungen ab und sind für viele Kunden die Infoquelle Nummer 1!

Gehen Sie, unsere Hotels und Anbietende von Ferienwohnungen und anderer Quartiersarten, diesen Weg mit uns, damit unser Portal 2021 wieder mit einer möglichst großen Zahl an Partnern an den Start gehen kann.

In diesen Tagen werden die Unterlagen per Mail an unsere Partner und solche, die es noch werden könnten, verschickt. Sollten Sie als bestehender Partner noch nichts erhalten haben, schicken Sie uns eine kurze Mail an presse@bamberg.info.

Neben dem Basiseintrag auf bamberg.info gibt es vier Zusatzmöglichkeiten, wie Sie sich vermarkten können:

  • Als Partnerbetrieb unserer Pauschalreisen. Damit ist eine kostenlose Darstellung Ihre Betriebs im Reisekatalog inkludiert und eine Listung im Netz bei den entsprechenden Reiseangeboten.
  • Auch als Gruppenhotel und Gruppenrestaurant können Sie sich im Reisekatalog optimal präsentieren. Ein echter Mehrwert für Sie und Ihre Kunden!
  • Auch können Sie jederzeit kostenlos an der Online-Buchung teilnehmen. Über Kontingentpflege oder Ihren Channelmanager verkaufen wir gemeinsam Ihre Zimmer. Auch das ohne Zusatzgebühr, hier fällt nur die übliche Provision im Vermittlungsfall an.

Schauen Sie mal rein in die Möglichkeiten, die wir Ihnen bieten:

Beteiligungsangebote für Unterkunftsbetriebe 2021 – Ihre Vermarktungsmöglichkeiten beim TKS
Buchungsformular-2021 – so buchen Sie ihre Maßnahmen
Datenblatt für eine Darstellung als Gruppenhotel
Datenblatt für eine Darstellung als Gruppenrestaurant 

Interneteintrag Komplett-Datenblatt-2021 für neue Partner

Bündeln wir unsere Stärken und gehen wir gemeinsam weiter auf dem Weg in die digitale Zukunft!

Mit mehr Federn in den Winter?

Macht es einen großen Unterschied, wie viele Federn man lassen musste? Merkt man das, ob man total gerupft ist oder nur halb? Kommt man nur halb gerupft wirklich besser durch den Winter?

Ich habe die Juli-Statistik für die bayerischen Städte und Regionen auf den Tisch bekommen. Mein lieber Scholli! Die Statistik weist nur wenige Gewinner aus und zeigt die großen Verlierer der Pandemie. Wenn ich mir die großen Städte ansehe wie München oder Nürnberg, das tut schon echt weh. Selbst noch im Sommermonat Juli, wo es hier schon wieder richtig voll war, sind dort die Übernachtungszahlen weiter 50 % (Nürnberg) oder 59 % (München) unter dem Niveau des letzten Jahres. Die meisten Städte unserer Kragenweite liegen bei rund -30 %. Da sind wir in Bamberg mit nur -14,9 % nochmal irgendwie davongekommen, das Bamberger Land mit -7,8 % erst recht.

Ich meine, -14,9 % in einem Juli, das wäre normalerweise eine Katastrophe! Und es ist ja auch eine Katastrophe. Sicherlich nach „Traumstadt der Deutschen“, „Fränkisches Rom“ und „Weltkulturerbe“ der außergewöhnlichste Titel, den wir uns je zusprechen konnten: „Die Stadt in Bayern mit den geringsten Verlusten unter allen kreisfreien Städten“! Um einen solchen Titel reißt man sich normalerweise nicht. Der Beste unter den Verlierern! Der Gesamtsieg für den Juli geht übrigens an das Fränkische Seenland mit einem satten Plus von 9,8 %, noch weit vor Garmisch, Chiemsee und Allgäu. Dafür durfte das Seenland auch gleich erste mediale Erfahrungen mit dem Thema Overtourism machen. Also doch auch ein bisschen gerupft.

Für den Gesamtzeitraum Januar bis Juli inklusive der Monate März bis Mai mit quasi Null-Tourismus liegt Bamberg mit insgesamt 220.100 Übernachtungen allerdings weiter bei erschreckenden -45,7 %, das Bamberger Land mit 129.077 bei -41,3 %, Zahlen die landauf, landab für ganz Franken vergleichbar sind.

Aber es ist eben doch ein kleiner- relativer – Lichtblick. Ich denke, es sind vor allen Dingen drei Aspekte, die hier vielleicht ihren Einfluss geltend gemacht haben:

1. Die positive Entwicklung der Übernachtungszahlen der letzten Jahre war in Bamberg größtenteils auf einen Boom des Inlandstourismus zurückzuführen. Der Anteil unserer Gäste aus dem Ausland betrug 2019 nur noch ca. 14 %. Somit ist das Potential derer, die aktuell „Urlaub im eigenen Land“ machen, größer als in Reisezielen, die stark von Auslandsmärkten abhängig sind. Hinzu kommt, dass Bambergs drei stärkste Auslandsmärkte jenseits der US-Amerikaner zudem Gäste aus der Schweiz, aus Österreich und den Niederlanden sind, alles Länder, bei denen das Pandemiegeschehen zuletzt eine gemäßigte Entwicklung zeigte. Die sind tatsächlich auch schon wieder unterwegs.

2. Im Gegensatz zu München oder Nürnberg ist Bamberg bei weitem nicht so abhängig vom Kongress- und Messetourismus. Die Übernachtungen dieses Sommers sind überwiegend Einzelreisenden, Familien und Kleinstgruppen zuzuordnen.

3. Die Kooperation mit dem Bamberger Land trägt auch hier Früchte. Seit Jahren kommunizieren wir nach außen die Verbindung des Welterbes mit den Attraktionen des Bamberger Landes. In unserem Neustart-Programm im Mai legten wir auch einen großen Schwerpunkt auf die Region und haben immer beides gespielt, Stadt und Land. Und genau das suchen die Gäste derzeit: Kultur und Freiraum, Stadterlebnis und Aktivangebote wie Wandern und Radfahren im Umland.

Ja, es ist ein großes Minus. Ja, das trifft uns alle hart. Nein, so können wir auf Dauer alle nicht überleben. Betriebe, die traditionell auf das Gruppengeschäft setzen oder von Tagungen und Feiern leben, trifft es ja noch härter. Aber in der Relation stimmt es mich hoffnungsfroh, dass wir in Bamberg und im Bamberger Land doch so aufgestellt sind, dass eine möglichst rasche Erholung im kommenden Jahr trotz Pandemie nicht ausgeschlossen ist und uns jetzt im goldenen Herbst noch ein paar wärmende Federn für den langen Winter wachsen.

 

Corona – mal wieder in Bewegung

Der Tourismusblog meldet sich aus der Sommerpause zurück!

Eigentlich war gar keine Sommerpause geplant, aber es gab seit dem letzten Beitrag tatsächlich kaum wesentliche Veränderungen, die die Touristik betrafen. Außer natürlich spezifisch für Bamberg die Alkoholausschankdebatte in der Gastronomie. Im Rückblick der vergangenen Wochen können wir aber feststellen: Stimmt, wir arbeiten schon lange nach den gleichen Regeln und mussten schon lange nicht mehr reagieren oder alles umplanen. Wir sind sogar aktuell dabei, konstruktiv nach vorne zu schauen und das Jahr 2021 vorzubereiten, was nach all den Monaten der Destruktion und der Reaktion sehr wohltuend ist, ja, es erinnert vage an die Art der Arbeit, die wir alle in einem anderen Zeitalter für normal erachtet haben…

Dennoch hält uns Corona weiter auf Trab und beeinflusst alle Planungen. Vor allem unsere durch Corona mühsam erlernte Kunst des Kaffeesatzlesens läuft wieder auf Hochtouren, wenn es darum geht, einzuschätzen, wie die Saison 2021 ablaufen wird, was geht, was nicht geht und was nur geht, wenn es anders geht. Aber ich bleibe dabei: Es ist konstruktiv und blickt nach vorne!

Was gibt es also Neues im Moment?

Ab dem 19. September gibt es für die sogenannten „Schankwirtschaften“ (= Bars und Kneipen) die Erlaubnis zum Öffnen. Die Regeln sind simpel: Es sind die gleichen, die seit Monaten für die sogenannten „Speisewirtschaften“ (= Restaurants und Gaststätten) gelten. Explizit wird dabei das auch dort geltende „Tanzverbot“ erwähnt, auch dass eine Bedienung am Tisch erfolgen muss, in geschlossenen Räumen nur Hintergrundmusik zulässig ist (ah, daher das mit dem Tanzverbot) und sich jede Person einzeln (!) registrieren muss.
Wird in einer kreisfreien Stadt oder einem Landkreis der 7-Tages-Inzidenz-Frühwarnwert von 50 überschritten, kann in Speise- und Schankwirtschaften ab 23 Uhr ein Alkoholverbot durch die örtlichen Behörden verhängt werden.

Auch neu ist die eigenständige Erlaubnis für das Kongresswesen. Ab 19. September 2020 sind Kongresse bei festen oder zugewiesenen Sitzplätzen und unter Wahrung des Mindestabstands wieder erlaubt, das Maximum liegt bei einer Person pro 10 Quadratmeter.

Seit heute gilt für öffentliche Versammlungen unter freiem Himmel ab einer Teilnehmerzahl von 200 Personen Maskenpflicht. Mit Versammlungen sind in diesen Anordnungen aber immer so etwas wie Demonstrationen unter dem Schutz der Versammlungsfreiheit gemeint, also keine Kulturveranstaltungen oder ähnliches, nicht verwechseln.

Außerdem wurde gestern angekündigt, dass die Überbrückungshilfen des Bundes bis zum Jahresende verlängert werden. Das waren die Anträge, die explizit über Steuerberater, Buch- oder Wirtschaftsprüfer o.ä. gestellt werden müssen, und neben dem Mittelstand und Unternehmen auch Soloselbständige, Angehörige der Freien Berufe und gemeinnützige Organisationen mit einschließen. Ab Oktober gibt es die Antragsformulare für die Monate September bis Dezember 2020. Die Anträge für Juni bis August müssen bis spätestens 30. September erfolgen.
Eine Übersicht zu allen möglichen Hilfen und Unterstützungen für die Kulturschaffenden findet sich unter anderem auf dieser Seite von „Bayern Kreativ“.

Hilfreich für das Gastgewerbe nach wie vor die Zusammenschau auf den DEHOGA-Seiten, auch das Hinweisblatt für Tagungen und Kongresse bringt die wichtigsten Anforderungen für Tagungen auf den Punkt.

Ein Problem sind aktuell die weiterhin sehr unterschiedlichen Regelungen in den Bundesländern. Wir haben einige Einzelreisende und Gruppen gehabt, die sich schlicht geweigert haben, sich an die bayerischen Regeln zu halten und sich stattdessen auf die Regeln in ihrem Heimatbundesland berufen. Das ist schlicht falsch und gesetzeswidrig und ist nur vergleichbar mit einem Kontinentaleuropäer, der sich in Großbritannien weigert, auf der linken Straßenseite zu fahren unter Verweis auf das Rechtsfahrgebot in seinem Heimatland! Hier muss bei der Buchung ein deutlicher Hinweis erfolgen, sonst drohen Verunsicherung und hohe Bußgelder! Gut ist nach wie vor die Übersicht auf der Seite des Kompetenzzentrums des Bundes, auf die man die Kunden hinweisen kann.

Ansonsten können fast alle mit diesem Feriensommer, wie ich meine, erst einmal ganz zufrieden sein. Was wir gehört und erlebt haben, spricht für eine recht gute Auslastung der Hotellerie, der gastronomischen Betriebe, der touristischen Dienstleistungen und der kulturellen Veranstaltungen – alles natürlich mit dem Zusatz „unter den gegebenen Umständen“!  Kritisch wird es erst wieder ab November. Was immer noch schmerzlich fehlt, sind die Gruppen! Auch das Tagungsgeschäft liegt weitgehend danieder. Wir müssen uns darauf einstellen, dass das Jahr 2021 mit noch kurzfristigeren Vorausbuchungsfristen läuft, denn wenn Corona im Laufe des Frühjahrs 2021 in seine Schranken verwiesen wird, dann geht was! Aber nur wenn!

Ein schöner September und ein goldener Oktober wären doch schon mal ein guter Einstieg in den Rest des Jahres!

 

 

 

Corona – Neues für Märkte, Kultur, Tagungen und Kongresse

Haben Sie es schon gemerkt? Ich schreibe nicht mehr im Zweitagesrhythmus!! Ist das jetzt ein gutes Zeichen, weil sich die Lage beruhigt oder eher schlecht, weil sich nicht mehr so viel tut auf dem Markt der Lockerungsmaßnahmen und neuen Verordnungen?

Ein  bisschen von beidem, denke ich. Die Meldungen überschlagen sich nicht mehr und die Verordnungen haben eine Chance, auf Plausibilität überprüft zu werden. Und vieles ist, bis auf die Schutzmaßnahmen, an die man sich doch allmählich gewöhnt hat, einfach schon wieder erlaubt. Es ist komplex mittlerweile, weil sich die Verordnungen immer mehr aufeinander beziehen, und manches verschwindet auch einfach nur aus den Verordnungen und ist damit wieder erlaubt. Aber wie man weltweit und auch in unserem unmittelbaren Umfeld sieht: wir bewegen uns immer noch auf wackeligem Boden und sind sehr von der Vernunft der Menschen abhängig.

Auf jeden Fall gab es diese Woche Neuigkeiten für
Kulturveranstaltungen, die mit einer Ausweitung der Maximalkapazität gesegnet werden – wobei der Abstand ja bleibt und insofern dennoch einschränkt,
Tagungen und Kongresse, die wieder erlaubt sind und
Märkte „ohne Volksfestcharakter“, also Kunsthandwerkermärkte und Floh- und Trödelmärkte. Vielleicht ist das der Einstiegsversuch, in die Diskussion über Wohl und Wehe der Weihnachtsmärkte einzugreifen mit vorsichtigen, optimistischen Andeutungen. Verschiedene Städte versuchen sich aktuell an Planungen für entzerrte Weihnachtsmärkte, wobei unklar ist, ob man sich damit wirklich einen Gefallen tut, wenn man das dann als „Weihnachtsmarkt“ deklariert, der bei den Leuten eine klare Assoziation hervorruft, und es dann eben doch eher etwas anderes ist, eine Corona-Light-Version sozusagen, und damit der Kern der „Marke“ verwässert wird.

Hier also der Bericht aus dem Ministerrat vom 14. Juli 2020, in dem die Neuerungen für die oben genannten Bereiche erläutert werden

Und hier die angepasste Fassung der sechsten Infektionsschutzverordnung, in die all die Änderung eingearbeitet sind.

Es soll noch eine neue Rahmenkonzeption für die Märkte aus dem Wirtschaftsministerium kommen, die finden Sie dann hier.

Ansonsten werden wir uns mal den neuen Ausflugsticker von Herrn Aiwanger zu Gemüte führen, ob der auch für eine Stadt wie Bamberg geeignet ist. Was ich bisher aus der Praxis darüber gehört habe, stimmt nicht unbedingt übermäßig optimistisch, was die erwünschten Effekte anbetrifft, aber vielleicht lässt sich dennoch auch etwas für Bamberg daraus lernen. Unser Partner FrankenTourismus hat ihn auf auf jeden Fall super mit Inhalten gefüllt, da findet jeder und jede etwas für einen alternativen Ausflug ins Grüne oder in „hidden places“, abseits der Hauptattraktionen.

Wir selbst sind weiter sehr zufrieden mit der Entwicklung der Führungen, so dass wir zum 1.8. wieder zur normalen zweistündigen „Faszination Weltkulturerbe“ zurückkehren werden als Öffentliche, allerdings weiter beschränkt auf 15 Personen, plus minus ein oder zwei Personen. Gebuchte Gruppenführungen öffnen wir wieder bis 25 Personen, empfehlen aber die Teilung der Gruppe bei 15. Allerdings ist hier weiter festzustellen, dass die Nachfrage für Gruppen nach wie vor, wie soll ich es ausdrücken, kaum vorhanden ist. Die Nachfrage in der Tourist Info, die Nutzung der Website und die Onlinebuchungen sind unsere aktuellen Lichtblicke dieser Woche. Ansonsten blicken wir sehnsüchtig auf 2021!

Und zu guter letzt leider noch ein Corona-Wermutstropfen: Für Partner, die sich das Wochenende vom 17. Oktober als gute Einnahmequelle vorgemerkt haben: Die diesjährige Vereidungsfeierlichkeiten der Bundespolizei sind leider abgesagt, so dass sich der Ansturm an teilnehmenden Verwandten leider auch nicht materialisieren wird. Im Wortlaut heißt es: “ … sind alle Planungen, Reservierungen und Vorabsprachen für die öffentliche Vereidigung auf dem Domplatz am 17. Oktober 2020 hinfällig.“

Corona-Unterstützung geht in die nächste Runde

Die angekündigte neue Überbrückungshilfe Corona der Bundesregierung ist nun im  Netz. Somit können nun auch die Anträge gestellt werden.  Hier kommen Sie direkt zum Antragsverfahren. Die Antragsfrist endet am 31. August 2020.

Gedacht ist diese Überbrückungshilfe für kleine und mittelständische Unternehmen, also auch Gastronomie und Hotellerie, aber auch wieder für Soloselbständige und Vertreter und Vertreterinnen der Freien Berufe. Allerdings ist der Haken für viele auch hier wieder die erforderliche Betriebsstätte, für die Kosten geltend gemacht werden können. Und hinzu kommt dieses Mal, dass die Anträge ausschließlich über Steuerberater, Wirtschaftsprüfer oder vereidigte Buchprüfer eingereicht werden dürfen. Hierfür ist vor der Antragsstellung eine einmalige Registrierung im System notwendig.

Die restlichen Voraussetzungen zu erfüllen, dürfte für viele von Ihnen kein Problem sein, denn es heißt nur, dass der Geschäftsbetrieb im Zuge der Corona-Krise ganz oder zu wesentlichen Teilen eingestellt worden sein musste und der Umsatz in den Monaten April und Mai 2020 zusammengenommen um mindestens 60 Prozent gegenüber April und Mai 2019 eingebrochen sein muss.

Es handelt sich um einen nicht-rückzahlbaren Zuschuss für Juni, Juli und August 2020, gestaffelt nach Prozent des Umsatzverlustes. In diesem Eckpunktepapier wird das Programm ausführlich erläutert. Näheres auch auf der Seite des Bayerischen Wirtschaftsministeriums.

Auch hier wieder viel Erfolg denen, die dafür in Frage kommen!

Wer noch was anderes lesen möchte, dem sei hier noch der Bericht aus dem Kabinett von gestern anheim gestellt, in dem ein paar Nuancen weiterer Lockerungsmaßnahmen für klar definierte Gruppen-Feiern und Gruppen-Veranstaltungen, Tagungen, Schiffahrt und touristische Freizeiteinrichtungen angekündigt sind. Heute muss Ministerpräsident Söder außerdem in einem Interview angekündigt haben, ab nächster Woche die Publikums-Maximalzahl für Kulturveranstaltungen verdoppeln zu wollen. Mal schauen… Da könnte ja wieder ein Hauch von Wirtschaftlichkeit für den einen oder anderen aufkommen.

Und bei all dem Lockern sind die Infektionszahlen weiter gut in diesem Land. Da kommt doch Hoffnung auf!

Corona – Fortschreibung und Anpassungen der Konzepte

Heute will ich mal alle Rahmenkonzepte in ihrer jeweils aktuellen Fassung zusammentragen, falls Sie, wie ich, mittlerweile auch den Überblick verloren haben.

Über allem steht die sechste Infektionsschutzmaßnahmenverordnung des Bayerischen Gesundheitsministeriums vom 19. Juni 2020.

Seit heute Abend, 24.6., gibt es dazu eine Änderungsergänzung inkl. des spezifischen Einreiseverbots für Personen aus Landkreisen oder kreisfreien Städten mit mehr als 50 Neuinfektionen je 100.000 Einwohnern in den vorvergangenen sieben Tagen, gültig ab 25.6.2020. Also keine „Lex Gütersloh“, sondern eine knallharte „Lex Alle-aus-Regionen-mit-über-50-Neuinfektionen-sollen-gefälligst-daheim-bleiben-und-werden-in-Bayern-nicht-willkommen-geheißen“. Mal sehen, wann es den ersten bayerischen Landkreis trifft…

Okay, aber nun zu den Rahmenkonzepten, die für den Tourismus relevant sind. Alle liegen in einer neuen Version vor, das Konzept für Messen und Kongresse ist komplett neu, und es gibt sogar ein eigenes Konzept für Hochzeiten (Ich nehme an, da gab es einen gewissen Stau, der jetzt mit klaren Regeln aufgelöst werden soll):

2020-06-19 Hygienekonzept für Beherbergungsbetriebe

2020-06-16 Hygienekonzept für Gastronomiebetriebe

2020-06-22 Hygienekonzept für touristische Dienstleistungen

2020-06-19 Hygienekonzept für Bäder und Wellnesseinrichtungen

2020-06-23 Hinweise für Hochzeitsfeiern

2020-06-23 Hygienekonzept für Messen und Kongresse

Für Gastro und Hotellerie sind die FAQ des DEHOGA weiterhin äußerst hilfreich.
Und ja, ich habe es heute gecheckt: Für die 10 Personen, die wieder Kontakt haben dürfen, gilt in Gastronomie und Hotellerie tatsächlich nicht mehr das Abstandsgebot, siehe im obigen Infektionsschutzgesetz § 13 Gastronomie Abs. 5 und §14 Beherbergung Abs. 1 und 2, die sich jeweils auf §2 Kontaktbeschränkung Abs.1 beziehen. Ich finde es, ehrlich gesagt, höchst inkonsequent und bedenklich, aber für das Gastgewerbe natürlich erfreulich in dieser Deutlichkeit.

Wir selbst haben heute schweren Herzens einen Teilrückzug angetreten, denn wir mussten einsehen, dass unsere wunderbare öffentliche Führung „Leidenschaft für Gerstensaft“ inklusive Brauereibesichtigung unter Hygiene- und Sicherheitsgesichtspunkten einfach nicht verantwortungsbewusst durchgeführt werden kann und stellen diese für den Rest des Jahres ein.

Auch werden wir, obwohl es die sechste Infektionsschutzverordnung bereits nicht mehr vorgibt, weiter bei 15 Personen pro Gruppe bleiben. Wer in den letzten Tagen mal in der Bamberger Altstadt unterwegs war, hat schon als Einzelperson gemerkt, wie schwierig bis unmöglich es ist, den Leuten unter Wahrung des gebotenen Abstands aus dem Weg zu gehen. Wie viel schwieriger ist es da, eine Gruppe hindurchzumanövrieren. Mit 25 Personen undenkbar, auch und vor allem an den Erzählstationen. Wir wollen unsere Verantwortung wahrnehmen und so lange wie vertretbar an der kleineren Größe festhalten. Unsere Gästeführerinnen und Gästeführer sind heldenhaft mit leibhaftigen Bamberg-Touristen unterwegs und den Leuten scheinen diese „kurz & kompakt“-Führungen auch wirklich Spaß zu machen.

Ich denke, die neuen massiven Vorfälle in diversen Regionen haben uns gezeigt, dass das Virus immer noch sehr lebendig unter uns ist und es jederzeit wieder Rückschläge geben kann und auch wird. Wir wollen unseren Teil dazu beitragen, dass sich die Rückschläge hoffentlich in Grenzen halten. Denn diese treffen uns in jedem Fall, egal wo sie stattfinden, wie wir gerade erleben.

Wenn es irgendwo eine Petition gibt, die das Jahr 2020 aus dem Kalender streichen will: Ich bin dabei!