„Overtourism“ als globales Phänomen

Haben sich die entsprechenden Organisationen und die Wisssenschaft unter dem Stichwort „Sustainable Tourism“ über viele Jahre hinweg hauptsächlich mit ländlichen Destinationen auseinandergesetzt – bis dato unentdeckten Idyllen und Paradisen, die plötzlich von Touristen entdeckt werden und in kürzester Zeit ihren ursprünglichen Charakter verändern – sehen diese Institutionen nun, dass es das gleiche Phänomen seit einiger Zeit auch in den Städten gibt. Und weil sie das jetzt verstanden haben, haben sie gleich einen neuen Begriff dafür gefunden: „Overtourism“. Diese Seite unten hat so viele Querlinks, dass man sich richtig festbeißen kann, bringt aber auch einige interessante Ideen und Ansätze und trägt viele Artikel zu den großen Städten und ihrer Entwicklung zusammen. Es tut sich also was, wir sind nicht alleine mit unseren Herausforderungen. Manche unserer Sorgen werden durch die Lektüre über betroffene Städte auch relativiert, andere werden leider bestätigt. Wir müssen ja auch immer unterscheiden zwischen gesamtgesellschaftlichen Phänomenen und Veränderungen, was man nicht den Touristen anlasten kann, wie verändertes Ausgeh-, Freizeit- und Konsumverhalten der einheimischen Bevölkerung und der jüngeren Generation, aber auch Gentrifizierung usw. und den genuin durch den Tourismus geförderten Veränderungsprozessen. Ein differenziertes Verständnis des Tourismus ist die Basis für unsere weitere Arbeit.

Hier geht’s zur Seite des „Responsible Tourism Partnership

Tourismusakzeptanz in Bamberg – Die 2016er Studie

Nun liegen die Ergebnisse der Studie vor. 2016 wurde in verschiedenen Stadtteilen Bambergs die Wahrnehmung des Tourismus und die Akzeptanz in Bamberg untersucht und in den größeren Kontext der Entwicklung hin zu einem nachhaltigen Tourismus gesetzt. Die gebürtige Bambergerin Anna Wittig hatte im August und September 2016 mit Unterstützung des Bamberger Tourismus & Kongress Service (TKS) die Untersuchung durch eine qualitative schriftliche Befragung durchgeführt und im Rahmen ihrer Masterarbeit der Uni Greifswald erarbeitet und veröffentlicht. In Bamberg hat sie die Studie auf dem Offenen Forum Tourismus des TKS am 15. Mai 2017 präsentiert und zur Diskussion gestellt. Für den TKS stecken darin eine Menge Anregungen für die weitere Arbeit hin zur besseren Verträglichkeit des Tourismus für alle Bamberger.
Hier ist Anna Wittigs Präsentation mit den wesentlichen Ergebnissen aus der Studie:
Tourismusakzeptanz in Bamberg – Vortrag von Anna Wittig beim OFT 15_05_2017

Spannungsfeld Flusskreuzfahrer

Flusskreuzfahrt-SchiffReedereien, Interessensverbände, Gästeführer, Tourismusexperten und Reiseveranstalter haben diese Woche in Bamberg an einem Tisch gesessen und Lösungsansätze diskutiert, um die konfliktbehafteten Felder des Flusskreuzfahrttourismus in Bamberg zu entschärfen. Es ist sicherlich nur der Beginn eines längeren Prozesses, aber ein sehr wichtiger Schritt, allen Beteiligten die Situation im sensiblen Altstadtbereich der Welterbestadt darzulegen.
Im Rahmen dieser Sitzung wurden die Ergebnisse einer Untersuchung vorgestellt, die Jörg Hentschel als Masterarbeit an der HTW Chur eigereicht hat. Diese Studie beleuchtet zum einen den Wirtschaftsfaktor, den der Flusskreuzfahrttourismus in Franken hat, zum anderen die Haltung der lokalen Bevölkerung gegenüber diesem Tourismussektor. Einige wesentliche Ergebnisse für Bamberg haben wir in einem pdf zusammengefasst und stellen sie hier als Hintergrundwissen für die weitere Diskussion gerne zur Verfügung.
Präsentation Masterarbeit Flusskreuzfahrten

Offener Dialog zur Tourismusgesinnung

Nachbericht zur Veranstaltung am 14. November 2014 „Was gehen mich die Gäste an – Lebensqualität und Tourismus in Bamberg“

Sebastian Gries beim Offenen Forum Tourismus in Bamberg

Sebastian Gries beim Offenen Forum Tourismus in Bamberg

Wer nicht dabei war, hat eine äußerst lebendige Veranstaltung verpasst, mit vielen guten Ideen und bedenkenswerten Gedanken, einem offenen Austausch, fairem Miteinander und kurzweiliger Unterhaltung. Dank Mäc Härder wurde sogar etwas für die Fitness der Teilnehmenden getan.

Angesichts des vollen Tagungssaals war zu erkennen, auf welch großes Interesse das Thema stößt. Toll war, dass auch zahlreiche „normale“ Bürger der Einladung gefolgt waren und sich in die Diskussion mit einbrachten.

Ich habe ein paar Gedanken mit notiert, die mir wichtig erschienen und möchte diese hier in der gebotenen Kürze darlegen. Dass der Eintrag trotzdem ein bisschen länger geraten ist, sei mir verziehen, dabei habe ich doch schon auf die herrlich illustrative Spiegelsaalgeschichte verzichtet. Wer nach der Lektüre dieses Beitrags auch die noch hören will, schreibe mir einen entsprechenden Kommentar, ich verspreche, dass ich sie dann im nächsten Beitrag nacherzähle.

Zur Illustration gibt’s hier den Vortrag von Sebastian Gries, Kohl & Partner, als pdf, aber es ist nicht alles drin, was er gesagt hat, deswegen jetzt rasch die Gedanken, die ich mir notiert hatte:
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Bamberg braucht den Tourismus

Hier ein aktueller Aufruf des TKS an alle, die unsere Stadt weiterhin lebendig und belebt sehen wollen:

„Der Tourismus floriert, unsere Stadt ist ein beliebtes Reiseziel. Zwei Jahrzehnte nach der Ernennung zum Weltkulturerbe besuchen so viele Gäste wie nie zuvor die Bamberger Altstadt. Glückliches Bamberg könnte man meinen …

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Überfordert der Tourismus die Stadt?

Ein Beitrag im Deutschlandradio Kultur vom 3.9.2013 hat die Diskussion wieder aufgefrischt, ob Bamberg unter dem regen Zuspruch seiner Gäste nicht mehr leidet als es profitiert.

Lesen Sie den Beitrag im Manuskript  oder hören Sie rein: http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/laenderreport/2236692/#oben

Wir sind der Meinung: Bamberg gewinnt durch den Zuspruch von Gästen aus aller Welt an Attraktivität, an Atmosphäre und an Lebendigkeit!

Wir wehren uns gegen die undifferenzierte Verunglimpfung unserer Gäste, die mit grölenden kulturfernen Komasäufern, mit häuserschädigenden Touristenbussen und lemmingartig einfallenden wilden Horden gleichgesetzt werden.
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Tourismus in Bamberg – ein Beitrag zur Verträglichkeitsdiskussion

Flyer „Tourismus in Bamberg“

Dieses kleine Heft hat der Tourismus & Kongress Service Anfang des Jahres 2012 herausgegeben und über das Rathausjournal der Stadt allen Abonnenten der Bamberger Lokalzeitung zukommen lassen.

Es versuchte, mit differenzierten Hintergrundinformationen in die laufende Diskussion lenkend einzugreifen und war als Plädoyer für ein gutes Miteinander von Bürgern und Gästen der Stadt zu verstehen. Schauen Sie doch mal rein! Download „Tourismus in Bamberg“