Corona – Hier gilt ab Mittwoch, 28.10. Maskenpflicht

Nun ist es amtlich. Die Stadt hat in ihrer Funktion als Kreisverwaltungsbehörde in Form einer Allgemeinverfügung bestimmt, auf welchen Plätzen und Straßen eine generelle Maskenpflicht und Alkoholkonsumverbot von 22 – 6 Uhr gilt.
Rechtsgrundlage sind die §§ 24 und 25 der 7. Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung – erstaunlich, wie flüssig einem dieses Wortungetüm nach 8 Monaten Übung mittlerweile aus der Feder fließt – und die Tatsache, dass in Bamberg der 7-Tages Inzidenzwert über 50 liegt. Die Verfügung tritt mit Wirkung ab Mittwoch, 28.10.2020, in Kraft und gilt zunächst bis zum 09.11.2020.

Auf dieser Karte ist rot eingezeichnet, wo die generelle Maskenpflicht gilt und das Alkoholkonsumverbot von 22-6 Uhr verfügt wird.

Im Folgenden sind die Straßenzüge und Plätze auch einzeln aufgeführt, ein wahres who is who des Welterbes, alles was Rang und Namen hat in dieser Stadt! Die Maskenpflicht erstreckt sich auf den gesamten öffentlich zugänglichen Raum der bezeichneten Straße, also einschließlich der Gehsteige bis zu den Weiterlesen

Bamberg Stadt und Land über 50er Inzidenzwert!

So schnell kann es gehen. Die Farbe Gelb mag zwar in der herrlichen Herbstfärbung um uns herum die aktuell vorherrschende Farbe sein, in der Corona-Ampel war Gelb aber nicht mehr als ein flüchtiger Zwischenschritt zu Rot! Bamberg Stadt und Land liegen nun gemeinsam auf Augenhöhe bei je über 50, was den 7-Tages-Inzidenzwert anbetrifft.

Damit werden vor allem die privaten Kontakte im öffentlichen Raum sowie private Veranstaltungen nochmals eingeschränkt und die Maskenpflicht deutlich ausgeweitet. Von 22 bis 6 Uhr gelten eine Sperrstunde sowie ein Alkoholverkaufsverbot und ein Konsumverbot auf bestimmten Plätzen. In der Gastronomie gelten die gleichen Kontaktbeschränkungen wie für den öffentlichen Raum (also max. 5 Personen oder 2 Haushalte)

Selbst wenn die Zahlen wieder unter den Schwellenwert sinken sollten, bleiben die Regelungen mindestens weitere sechs Tage in Kraft.

Ich zitiere aus der heutigen Pressemeldung der Stadt, die die ab morgen, Montag, 26.10., gültigen Regelungen aufzählen, weise aber auch darauf hin, dass manche Weiterlesen

Bamberg Stadt und Land nun über dem 35er Inzidenzwert

Nun folgt die Stadt Bamberg dem Landkreis in die gelbe Phase der Corona-Ampel. Auf der Seite des Landratsamtes können Sie die jeweils geltenden Zahlen der 7-Tages-Inzidenz einsehen. Die Stadt liegt bei 36,2, das Land bei 40,1.

Für Stadt und Land gelten somit folgende Regeln:

1. Es besteht eine Maskenpflicht

  • im ÖPNV.
  • beim Einkaufen.
  • auf stark frequentierten Plätzen (z. B. in Fußgängerzonen, auf Marktplätzen, in öffentlichen Gebäuden).
  • in Schulen ab Jahrgangsstufe 5 ab sofort auch am Platz (Ausnahme: Grundschule).
  • in Universitäten ab sofort auch am Platz.
  • in der Gastronomie gilt unverändert: Maskenpflicht herrscht, wenn man nicht am Platz sitzt.
  • am Arbeitsplatz überall dort, wo der Mindestabstand von 1,5 m nicht eingehalten werden kann (z. B. Fahrstühle, Flure, Kantine – mit Ausnahme der Einnahme des Essens – und Ein- bzw. Ausgänge).
  • in Freizeiteinrichtungen und Kulturstätten (z. B. Theatern, Kinos, für Zuschauer sportlicher Veranstaltungen) ab sofort auch am Platz.
  • bei Tagungen und Kongressen ab sofort auch am Platz.

2. Kontaktbeschränkung: Es dürfen sich maximal 10 Personen oder 2 Haushalte treffen. Dies gilt…

  • für den gemeinsamen Aufenthalt im öffentlichen Raum.
  • für Treffen in privat genutzten Räumen bzw. Grundstücken.
  • für private Feiern (wie Hochzeits- oder Geburtstagsfeiern oder ähnliche Feierlichkeiten) – unabhängig vom Ort der Veranstaltung.

3. Alkoholverbot auf öffentlichen Plätzen in der Zeit von 23 Uhr bis 6 Uhr.

4. Verkaufsverbot von Alkohol an Tankstellen und anderen Verkaufsstellen (z. B. Kioske) von 23 Uhr bis 6 Uhr.

5. Sperrstunde in der Gastronomie von 23 Uhr bis 6 Uhr (Ausnahme: Abgabe und Lieferung von mitnahmefähigen Speisen oder nichtalkoholischen Getränken)

 

Zur Erläuterung: Die Kontaktbeschränkungen gelten vorwiegend für den privaten Bereich!

 

 

Ish bin ein Bearleener – Aufhebung des Beherbergungsverbots

Einmal mehr solidarisieren wir uns mit den Berlinern und freuen uns mit Kennedys berühmten Worten aus dem Jahre 1963, dass auch unsere Gäste aus der Hauptstadt ab morgen wieder ins schöne Bayernland reisen dürfen, wie alle anderen Bundesbürger und Bundesbürgerinnen auch, egal wo sie gerade herkommen. Ministerpräsident Markus Söder hat heute überraschend das bayerische Beherbergungsverbot mit Wirkung zum morgigen Samstag, 17.10. aufgehoben. Es läuft also heute Abend aus und wird nicht verlängert. Das bedeutet: es gibt aktuell keine Einschränkungen mehr für Reisende aus Deutschland, keine Testnachweispflicht, keine Pflicht, die Herkunft oder Anreiseroute der Gäste zu checken.

Dies betrifft nicht die Risikogebiete aus dem Ausland! Hier gelten weiter die bekannten Regeln mit Quarantäne und Testpflicht.

Ich glaube, das war eine gute Entscheidung, denn dieses Verbot drohte die Akzeptanz aller anderen sinnvollen Maßnahmen zu torpedieren. Kaum ein anderes Gewerbe hat so klare Regeln und Gebote und hält sich beinahe sklavisch mit enormem Aufwand an Weiterlesen

Corona – Neues für Märkte, Kultur, Tagungen und Kongresse

Haben Sie es schon gemerkt? Ich schreibe nicht mehr im Zweitagesrhythmus!! Ist das jetzt ein gutes Zeichen, weil sich die Lage beruhigt oder eher schlecht, weil sich nicht mehr so viel tut auf dem Markt der Lockerungsmaßnahmen und neuen Verordnungen?

Ein  bisschen von beidem, denke ich. Die Meldungen überschlagen sich nicht mehr und die Verordnungen haben eine Chance, auf Plausibilität überprüft zu werden. Und vieles ist, bis auf die Schutzmaßnahmen, an die man sich doch allmählich gewöhnt hat, einfach schon wieder erlaubt. Es ist komplex mittlerweile, weil sich die Verordnungen immer mehr aufeinander beziehen, und manches verschwindet auch einfach nur aus den Verordnungen und ist damit wieder erlaubt. Aber wie man weltweit und auch in unserem unmittelbaren Umfeld sieht: wir bewegen uns immer noch auf wackeligem Boden und sind sehr von der Vernunft der Menschen abhängig.

Auf jeden Fall gab es diese Woche Neuigkeiten für
Kulturveranstaltungen, die mit einer Ausweitung der Maximalkapazität gesegnet werden – wobei der Abstand ja bleibt und insofern dennoch einschränkt,
Tagungen und Kongresse, die wieder erlaubt sind und
Märkte „ohne Volksfestcharakter“, also Kunsthandwerkermärkte und Floh- und Trödelmärkte. Vielleicht ist das der Einstiegsversuch, in die Diskussion über Wohl und Wehe der Weihnachtsmärkte einzugreifen mit vorsichtigen, optimistischen Andeutungen. Verschiedene Städte versuchen sich aktuell an Planungen für entzerrte Weihnachtsmärkte, wobei unklar ist, ob man sich damit wirklich einen Gefallen tut, wenn man das dann als „Weihnachtsmarkt“ deklariert, der bei den Leuten eine klare Assoziation hervorruft, und es dann eben doch eher etwas anderes ist, eine Corona-Light-Version sozusagen, und damit der Kern der „Marke“ verwässert wird.

Hier also der Bericht aus dem Ministerrat vom 14. Juli 2020, in dem die Neuerungen für die oben genannten Bereiche erläutert werden

Und hier die angepasste Fassung der sechsten Infektionsschutzverordnung, in die all die Änderung eingearbeitet sind.

Es soll noch eine neue Rahmenkonzeption für die Märkte aus dem Wirtschaftsministerium kommen, die finden Sie dann hier.

Ansonsten werden wir uns mal den neuen Ausflugsticker von Herrn Aiwanger zu Gemüte führen, ob der auch für eine Stadt wie Bamberg geeignet ist. Was ich bisher aus der Praxis darüber gehört habe, stimmt nicht unbedingt übermäßig optimistisch, was die erwünschten Effekte anbetrifft, aber vielleicht lässt sich dennoch auch etwas für Bamberg daraus lernen. Unser Partner FrankenTourismus hat ihn auf auf jeden Fall super mit Inhalten gefüllt, da findet jeder und jede etwas für einen alternativen Ausflug ins Grüne oder in „hidden places“, abseits der Hauptattraktionen.

Wir selbst sind weiter sehr zufrieden mit der Entwicklung der Führungen, so dass wir zum 1.8. wieder zur normalen zweistündigen „Faszination Weltkulturerbe“ zurückkehren werden als Öffentliche, allerdings weiter beschränkt auf 15 Personen, plus minus ein oder zwei Personen. Gebuchte Gruppenführungen öffnen wir wieder bis 25 Personen, empfehlen aber die Teilung der Gruppe bei 15. Allerdings ist hier weiter festzustellen, dass die Nachfrage für Gruppen nach wie vor, wie soll ich es ausdrücken, kaum vorhanden ist. Die Nachfrage in der Tourist Info, die Nutzung der Website und die Onlinebuchungen sind unsere aktuellen Lichtblicke dieser Woche. Ansonsten blicken wir sehnsüchtig auf 2021!

Und zu guter letzt leider noch ein Corona-Wermutstropfen: Für Partner, die sich das Wochenende vom 17. Oktober als gute Einnahmequelle vorgemerkt haben: Die diesjährige Vereidungsfeierlichkeiten der Bundespolizei sind leider abgesagt, so dass sich der Ansturm an teilnehmenden Verwandten leider auch nicht materialisieren wird. Im Wortlaut heißt es: “ … sind alle Planungen, Reservierungen und Vorabsprachen für die öffentliche Vereidigung auf dem Domplatz am 17. Oktober 2020 hinfällig.“

Corona – Wir können auch wieder Kultur!

Seit heute gilt auch für weitere Kulturangebote: Feuer frei!
Na gut, sagen wir: Flämmchen an!
Theater, Konzerte und andere kulturelle Angebote, ja, sogar Kinos, sind – unter strengen Auflagen – ab sofort wieder möglich in Bayern, drinnen wie draußen. Durch die Beschränkung der Sitzplatzkapazitäten unter Einhaltung der Abstandsregeln muss allerdings schon wirklich viel Leidenschaft dazu kommen, um einen Spielbetrieb wieder aufzunehmen und dabei auch nur annähernd auf dem schmalen Grat zur Wirtschaftlichkeit zu wandeln. Eine zwar liebenswerte, aber letztlich oft fatale Charaktereigenschaft Kulturschaffendender ist allerdings genau jene übergroße Leidenschaft, die sie jenseits aller Widerstände für ihre Kunst brennen lässt. Ich wünsche allen Künstlern und Künstlerinnen, dass sie irgendwie innerhalb dieses streng umrissenen Rahmens kultureller Veranstaltungen einen Weg zum Publikum finden, der nicht nur zur Auferstehung ihrer Leidenschaft führt, sondern auch von der Wirtschaftlichkeit her ein wenig Labung mit sich bringt. Der gesellschaftliche Wert von Kunst und Kultur sollte durch Corona auch dem Letzten klar geworden sein. Ich bin sicher, auch Ihr Publikum ist voller Leidenschaft und ist bereit, vieles mitzutragen, um Ihnen auf diesem Weg zur Seite zu stehen, auch finanziell.
Das Kulturamt der Stadt hat dankenswerterweise die Maßgaben des Staatsministeriums spezifisch für Kunst & Kultur zur „Wiederaufnahme des kulturellen Veranstaltungsbetriebs“ hier zusammengefasst. Die ausführlichen FAQs finden sich auch auf der Seite des Ministeriums.

Als ob sie es geahnt hätten, gibt es von der Bundesregierung auch just ein weiteres Hilfsprogramm, das die Soforthilfen ablösen soll, nämlich „Überbrückungshilfen für kleine und mittelständische Unternehmen“, das für die Monate Juni bis August gelten soll. Explizit auch wieder die Soloselbständigen und die freien Berufe inkludierend, aber ich fürchte, wir fangen wieder von vorne an, denn es geht einmal mehr um Betriebskosten, soweit ich das richtig gelesen habe. Hier das Eckpapier der Bundesregierung mit dem Verweis auf förderfähige Kosten und Antragsberechtigte, das aber erst wieder über die Länder in Maßnahmenform gegossen werden muss. Das kennen wir ja jetzt schon. Mal schauen, wie Bayern das übernimmt. Außerdem ist dieses Mal eine zusätzliche Hürde eingebaut, nämlich, dass der Antrag von einem Steuerberatungsbüro oder einer Wirtschaftsprüfung bestätigt werden muss.

Ansonsten wird die innerdeutsche Situation immer konfuser. Ein großer Teil unserer Kundenkommunikation besteht mittlerweile aus der Klärung der unterschiedlichen Regelungen innerhalb der Bundesländer. Es ist im Moment durchaus möglich, in Thüringen völlig legal als Gruppe in einen Reisebus zu steigen, nur um bei Überschreiten der bayerischen Landesgrenze in die Illegalität abzurutschen. Ich bin ein großer Freund des Föderalismus, aber das ist absurd! Sind ja schon die Verordnungen innerhalb eines Bundeslandes verwirrend und teils widersprüchlich, oder sagen wir interpretationsspielraumerheischend, aber zwischen den Bundesländern ist das noch viel krasser.

Die Nachfrage nach unseren Führungen ist gut, wir sind sehr zufrieden. Die „kurz & kompakt“-Version kommt gut an, wir hatten teilweise 120 Personen um 14 Uhr vor dem Haus, was bei der Maximalzahl von 12 Teilnehmenden zehn Führungen bedeutete. Damit hatten wir nicht im Traum gerechnet, sind aber sehr glücklich mit dieser Bestätigung, dass wir tolle Gäste haben in unserer Stadt, die eine persönliche Stadtführung mit unseren zertifizierten Gästeführern und Gästeführerinnen einfach zu schätzen wissen! Voraussichtlich werden wir somit ab kommenden Samstag, 20. Juni, auch wieder die tägliche Führung um 10.30 Uhr mit anbieten. Nun dürfen noch die Buchungen von Reisen und Pauschalen zunehmen, aber auch da gibt es schon wieder die eine oder andere Anfrage. Die Erlaubnis für Gruppen fehlt halt noch und hemmt die Geschäfte sehr.

Aber wir sind ja bescheiden geworden!

Tourismus startet durch – so geht’s weiter

Haben Sie es bemerkt? In der Überschrift fehlt das Wörtchen „Corona“!
Nach 19 Blogeinträgen, die alle unter dem Oberbegriff Corona standen, möchte ich zu Pfingsten bewusst darauf verzichten. Und das hat seine Gründe!
Denn es gibt einige Meilensteine zu feiern, was den touristischen Neustart anbetrifft: Ab dem morgigen 30. Mai, dem Pfingstwochenende, sind wieder touristische Dienstleistungen aller Art erlaubt und auch Übernachtungen zu reinen Freizeitzwecken sind wieder möglich. Hotels ist sogar das Abhalten von Seminaren und Tagungen wieder gestattet, da dies in den Bereich der beruflichen Aus- und Fortbildung umdefiniert wurde und somit erlaubt ist.
Und eine Neuerung für Gastronomiebetriebe ist auch soeben entschieden worden: Nach einer Eilentscheidung des Verwaltungsgerichts Augsburg und der entsprechenden Entscheidung der Staatsregierung von heute gilt die eigentlich erst für Dienstag nach Pfingsten geplante Verlängerung der Öffnungszeiten auf 22 Uhr auch im Bereich der Außengastronomie bereits ab sofort!

Die Rahmenkonzeption für touristische Dienstleistungen liegt nun endlich vor. Die Maßgaben zu Stadtführungen stammen allerdings aus mündlichen Mitteilungen direkt aus dem Wirtschaftsministerium, denn alles, was an der frischen Luft stattfindet, wird als relativ „unkritisch“ gesehen und Stadtführungen finden in der Konzeption gar keine Erwähnung mehr, und gehen im neuen 5. Infektionsschutzgesetz auf. Dreh- und Angelpunkt für alles andere – explizit sind erwähnt die ausführenden Betriebe, Freizeitparks, Verkaufsläden, Anbieter touristischer Verkehre und Verkehrsmittel  sowie Busreisen – sind die üblichen Kernregeln im neuen „Normal“:

  • Abstandswahrung von 1,5 Metern
  • Mund-Nase-Schutz immer dann, wenn draußen der Abstand nicht gewahrt werden kann, und in Innenräumen immer.
  • DSGVO-konforme Kontaktdatenaufnahme zur Nachverfolgung
  • Personenobergrenzen je nach aktueller Rechtslage, Angebotsart, drinnen/draußen

Unser aktuelles Konzept für die Führungen können Sie hier einsehen.

Seit über einer Woche haben wir nun die Tourist Information wieder offen, mit verkürzten Öffnungszeiten. Der Zuspruch ist noch überschaubar, obwohl man im Stadtbild durchaus den einen oder andern offenkundigen Touristen erspähen kann. Und es häufen sich die konstruktiven Anfragen, gerade auch nach Führungen – und für unsere ersten Führungen zum Pfingstwochenende gibt es tatsächlich bereits ordentlich Voranmeldungen, so dass wir die selbst auferlegte Obergrenze von 12 Personen bereits erreicht haben und schon die zweite Führung eingebucht haben.

Wir bieten unsere tägliche öffentliche Führung „Faszination Weltkulturerbe“ bis 31. Juli 2020 zunächst nur um 14 Uhr an, in einer „kurz&kompakt“-Variante von einer Stunde zum Einzelpreis von 7,- € p.P.
Gleichzeitig ist damit auch die BAMBERGcard wieder im Verkauf. Einzig das Gärtner- und Häckermuseum fehlt den Juni über noch im Reigen der Museen.
Auch die öffentliche Dienstagsführung „Leidenschaft für Gerstensaft“ inklusive Besuch in der Brauerei Schlenkerla läuft ab 2. Juni wieder im Wochenrhythmus. Die BierSchmeckerTour ist noch ausgesetzt, um den Brauereigaststätten Zeit zu geben, erste Erfahrungen mit dem Innenbetrieb zu sammeln. Sobald wir hier grünes Licht erhalten, können wir auch da wieder in den Verkauf einsteigen, Gleiches gilt für die „Erlebnis Gärtnerstadt“, die wir mangels Museum noch nicht wieder anbieten.

Auch für Gruppen bieten wir über das normale Portfolio hinaus sechs Themenführungen gezielt in einer „kurz&kompakt“-Fassung für bis zu 15 Personen, zum Kundenpreis von 65 €. Zahlreiche Erlebnisangebote und weitere Partner starten nun zu Pfingsten auch wieder, vom Nachtwächter über den Geschichtenerzähler bis zur Schifffahrt.

Wer lieber im Alleingang die Stadt erkundet, findet bei uns neben der Kinderstadtrallye auch eine neue Stadtrallye für Erwachsene zum Einzelpreis von 3,- € und den Audioguide fürs Smartphone.

Ein Versuch, den Trend zum „Urlaub daheim“ zu nutzen, ist unsere neue Wochenpauschale „Stadt Land Fluss – Urlaub in Bamberg“ mit 5 oder mehr Übernachtungen, angesichts der Attraktionen in Stadt und Land ein vollwertiger Urlaubsersatz für die, die auf den Urlaub an der Adriaküste oder in Spanien derzeit pfeifen und sich im Inland tummeln wollen.

Die Kampagne #wirsindBamberg läuft weiter mit kurzen Videoclips und es ergibt sich allmählich ein tolles vielfältiges Bild unserer Destination. Die Kampagne wird weiter fortgesetzt, demnächst auch gezielt mit Gästeführern und Gästeführerinnen aus dem Kreis der zertifizierten Bamberg-Gästeführer.

Nun fehlen noch die Kulturbetriebe, Theater, Schauspiel, Bierseminare, kulinarische Angebote oder Konzerte, die für eine konkrete Perspektive auf Mitte Juni schielen müssen – und natürlich der ganze Gruppenbereich, der noch recht deutlich mit dem Stempel „kritisch“ vertagt ist, ebenso der hotelfreie Tagungs- und Veranstaltungsbereich.

Generell scheint sich leider zu bewahrheiten, was manche auch vorher schon geunkt haben: die Städte tun sich deutlich schwerer als die Urlaubsregionen, beim Wiedereinstieg spürbare Umsatzvolumina zu erzielen. Zu eng, zu viele Menschen, zu unsicher. Das Alpenvorland ist voll, aber München hat keine Buchungen. In Nürnberg machen viele Hotels gar noch gar nicht wieder auf mangels Buchungen, trotz Pfingsten. Und auch in Bamberg scheint sich die Buchungslage nur sehr schleppend zu erholen. Ich halte nach wie vor dagegen und will weiter optimistisch bleiben und hoffen, dass die Anziehungskraft des Stadtlebens trotz Maske bald wieder wirkt. Wie gesagt, erste Anzeichen einer Belebung sind durchaus spürbar. Aber es bleibt eine Durststrecke, wir können noch lange nicht aus dem Vollen schöpfen!

Allen, die wieder können, einen ersprießlichen Start in die Saison, allen anderen eine schnellstmögliche Perspektive und allen zusammen schöne Pfingsten!

Corona – Salamitaktik: Scheibchenweise geht’s weiter

Hier ist es also nun, das lange ersehnte Hygienekonzept für die Gastronomie, von Wirtschaftsministerium und Gesundheitsministerium entworfen. Nun muss ein jeder und eine jede für sich entscheiden, inwieweit der eigene Betrieb das umsetzen kann. Es sind aber auch nur „Empfehlungen“, es darf also noch eine gehörige Portion Bauchgefühl hineininterpretiert werden, damit das Ganze umsetzbar bleibt.

Ein paar Giftpfeile sind drin, allen voran aus unserer Sicht der Punkt „III. – Bewirtung“, in dem festgelegt wird, dass es eine Reservierungspflicht gibt und Gruppenreservierungen für mehrere Tische unzulässig sind. Das sind dann wohl die letzten Stornierungen, die wir vornehmen müssen. Das Gruppensegment ist damit aus unserer Sicht mehr oder weniger tot, zieht man zusätzlich noch die Regelung mit der Kontaktbeschränkung auf maximal eine Person außerhalb des eigenen Hausstandes hinzu. Immerhin: „Spontanbesuche“ werden unter dem Aspekt der Kontaktdatenaufnahme erwähnt, insofern sind diese offenbar zumindest nicht verboten.

Ansonsten bedeutete das Konzept viel logistische Planung, Definition und Ausschilderung der möglichen Kundenwege, Abstand, Abstand und nochmals Abstand, Mundschutz überall wo nötig und möglich, und klare Hygiene- und Reinigungsregeln für das ganze Haus. Vieles davon ist sicherlich machbar, die Gewährleistung einer Zugangsbegrenzung und die tischgenaue Kontaktdatenaufnahme sind allerdings Knackpunkte, die einiges an Kopfzerbrechen bereiten werden. Gerade für Bierkeller eine große Herausforderung. Sollte an Christi Himmelfahrt schönes Wetter sein und die Menschen, die solche Verordnungen nicht lesen, davon ausgehen, dass sie jetzt alle wieder auf den Keller passen, dann kann es da zu einem ziemlichen Hauen und Stechen kommen. Enttäuschung und Verärgerung und Verwirrung ist vorprogrammiert, für beide Seiten!

Eine ganz bodenständige und konkrete Hilfe sind die Entwürfe des DEHOGA für diverse Hinweisschilder Sogar „Links“ und „Rechts“-Pfeile sind da dabei!
Und auch die IHK hat viele Unterlagen und auch fertige Hinweisplakate zusammengestellt auf ihrer Seite.

Ansonsten wurden heute im Rahmen der Pressekonferenz zu Kunst und Kultur die weitere Ausweitung der Soforthilfen für Kulturschaffende angekündigt – nächste Woche sollen endgültig die Anträge fertig sein – auf diejenigen, die zwar nicht in der KSK sind, aber es von den Kriterien her sein könnten. Eingeschlossen sind explizit auch Honorarkräfte und freie Journalisten. Und es soll Hilfen geben für die Spielstätten an sich und für Laienmusikgruppen. Interessante Auswahl… Wie man bei „jetzt red i“ am gestrigen Abend gesehen hat, hat Minister Aiwanger in Bezug auf Gästeführer und Gästeführerinnen, die ohne eigene Betriebsstätte keinen Zugang zur Soforthilfe haben, ziemlich unwirsch von 100.000en geredet, die man dann auch hätte versorgen müssen, und hat eindeutig auf die Grundsicherung als Mittel der Wahl verwiesen. Das klang ziemlich abschließend!

In Sachen Veranstaltungen wurden die berühmten „Großveranstaltungen“ als Veranstaltungen mit über 1.000 Personen definiert und für kleinere Veranstaltungen zwar angekündigt, dass die Konzepte bereits bestehen, aber diese erst noch in der Ministerpräsidentenkonferenz und mit der Bundesregierung besprochen werden müssten. Der Blick ging hier auf nach Pfingsten. Wieso professionelle Veranstaltungen wie Tagungen und Meetings hier mit Partys und Volksfesten immer in einen Topf geschmissen werden, ist mir schleierhaft. Gerade Tagungen lassen sich mit einem guten Konzept doch perfekt unter Wahrung aller Vorsichtsmaßnahmen und Einschränkungen durchführen!

In Bezug auf Stadtführungen müssen wir weiter warten. In der 4. Infektionsschutzmaßnahmenverordnung, die jetzt bis 29. Mai gilt, sind Stadtführungen explizit, zusammen mit Schlössern (!!) und anderen Freizeiteinrichtungen, weiterhin verboten. Außperdem gilt ja on top weiter die Kontaktbeschränkung bis 7.6.
Der BVGD hat auch ein Papier verfasst zur Wiederaufnahme von Gästeführungen, in dem es einige interessante Überlegungen zu Stadtführungen gibt, was zukünftig zu beachten sein könnte.

Aufschluss darüber, ob und wie die Menschen in diesem Jahr noch reisen wollen gibt eine Studie des Bayerischen Zentrums für Tourismus mit einer aktuellen Umfrage zu „Reisen in Zeiten von Corona„. 30 % wollen gar nicht mehr verreisen dieses Jahr und weitere 45 % erst einmal abwarten!

Ein paar grundsätzliche Gedanken kann man sich zwischendrin auch wieder machen mit einer interessanten Studie zu „Besucherlenkung“ in Zeiten mit Corona.

Wir planen unsere Öffnung der Tourist Information am Mittwoch, 20. Mai. Öffnungszeiten werden vorerst sein: Mo – Fr: 10.00 – 15.30 Uhr, Sa, So und feiertags: 10.00 – 14.30 Uhr.
Ohne Stadtführungen und Erlebnisangebote werden wir in erster Linie auf unsere Beratungsfunktion zurückgeworfen, immerhin können wir ab nächster Woche wieder auf zahlreiche Museen und Sehenswürdigkeiten verweisen. Neben der ganzen Palette an Broschüren, Souvenirs und jeweils hoffentlichen aktuellen Informationen zu Öffnungszeiten und Zugänglichkeiten aller Partnereinrichtungen, werden wir zur Entdeckung der Stadt zunächst mit einer Erwachsenen-  und einer Kinderstadtrallye sowie dem Audioguide fürs eigene Smartphone und Reiseführern auftreten. Das Bamberger Land wird über die Freizeitkarte und einzelne Ausflugsziele präsent sein. Wir versuchen Schritt zu halten mit den Infos, wer wann wieder aufmacht, Museen, Ausstellungen, Einrichtungen machen nächste Woche wieder auf,

Schließlich: wer den Überblick verloren hat, was wann warum und wieso öffnen darf, der sei auf diese Übersicht der IHK verwiesen verwiesen.

Corona – es geht noch weiter

„Wir sind nicht über den Berg!“ So Ministerpräsident Söder in der heutigen Pressekonferenz nach der Kabinettsitzung. Da konnte man sofort ahnen, dass die Wiederöffnung des gesellschaftlichen Lebens nur sehr zaghaft begonnen wird.
Hier die Pressemeldung mit den Details des heutigen Kabinettsbeschlusses

Was bedeutet das für uns Touristiker?

Für einige Branchen gab es konkrete Termine, ab denen unter gewissen Voraussetzungen sukzessive wieder geöffnet werden kann, aber Hotels und Gastronomien bleiben immer noch „bis auf weiteres“ geschlossen. Kein Datum also, an dem man sich orientieren könnte, allerdings nannten sowohl Ministerpräsident Söder als auch Wirtschaftsminister Aiwanger Pfingsten als Zielmarke. Damit befinden wir uns für den Rest vom April und fast noch den gesamten Mai voraussichtlich in der touristischen Wüstenei! Das tut weh!

Ladengeschäfte unter 800m² Verkaufsfläche werden unter Einhaltung von Hygieneschutzmaßnahmen ab dem 27. April wieder öffnen dürfen. Die Maßgabe ist, dass mindestens 20 m² pro anwesender Person gewährleistet werden müssen. Das Gebot der Maskenpflicht (die einfachen Mund-Nase/Community-Masken) für ÖPNV und die Geschäftswelt ist keine Pflicht, aber eben ein dringendes Gebot. Baumärkte und Gärtnereien können schon ab dem 20. April öffnen – wenigstens für die Gärtner in Bamberg ein kleiner Lichtblick! Kaufhäuser und Shopping-Malls und größere Häuser bleiben weiter geschlossen. Und alle unfreiwilligen Bravehearts und Winnetous können ab dem 4. Mai wieder auf den Friseurbesuch hoffen. Die generelle Kontaktsperre mit Personen außerhalb des eigenen Haushaltes wird um exakt eine Person erweitert. Großveranstaltungen sind bis 31.8. nicht möglich. Was nicht explizit erwähnt wurde, sind kulturelle Einrichtungen wie Museen und Sehenswürdigkeiten oder Freizeiteinrichtungen, aber ich denke, die fallen weiter unter die Ausgangsbeschränkungen und sind damit vorerst bis 3. Mai ebenfalls weiter geschlossen.

Reisen, wie wir es kennen, bleibt also weiterhin nicht möglich.

Selbst wenn ab dem 4. Mai weitere Lockerungen in der Bewegungsfreiheit kommen sollten, so werden ohne Hotellerie und Gastronomie kaum Reisen möglich sein. Da fehlt einfach ein wesentlicher Aspekt des Reisens. Tagesausflügler dann vielleicht wieder ja, aber keine Reisenden. Dazu fehlt einfach die nötige Infrastruktur und das entsprechende Angebot. Das hat Einfluss auf das, was dann wieder möglich sein wird, was sich verkaufen lässt. Entsprechend müssen unser aller Planungen nun aussehen. Wie es dann ab Pfingsten laufen kann, ob das Reisen weiter nur unter die Reiselust dämpfenden Bedingungen stattfinden kann, wird sich in den nächsten Wochen konkretisieren. Noch war die Formulierung eine „Hoffnung, dass sich die Lage bis Pfingsten entspannen wird.“ Aber eines ist klar: Internationale Reisen werden auf absehbare Zeit wohl eher nicht stattfinden, das Incoming-Geschäft aus dem Ausland wird am Jahresende wohl den stärksten Einbruch von allen Reisesegmenten verzeichnen.

Durch das Verbot von Großveranstaltungen bis 31.8. werden nicht nur die großen Veranstaltungen, wie „Bamberg zaubert“, das „Blues- und Jazzfestival“ oder auch die „Sandkerwa“  ausfallen, aber auf absehbare Zeit weiterhin ein Großteil aller Konzerte, Theaterveranstaltungen und viele weitere Kulturveranstaltungen, für viele auch immer wieder ein Reiseanlass.

Wir stornieren jetzt unsere Führungen und Reiseangebote wieder aktiv und schreiben die Kunden von uns aus an, vorerst bis 3. Mai. Wir bieten Gutscheine oder eine Verlängerung der Gültigkeit an, bieten aber weiter auch aktiv die Rückerstattung an, wir sehen in der aktuellen Lage gar keine andere Möglichkeit als dies so handzuhaben.

Wie müssen Angebote aussehen, die bei weiterer Lockerung der Ausgangsbeschränkungen irgendwann wieder möglich sein könnten? Das ist die Frage, um die wir uns nun kümmern müssen. Vermutlich müssen wir noch ganz anders denken, als bisher, wenn wir irgendwie und irgendwann noch ein paar Gäste bedienen wollen in diesem „annus horribilis 2020“.

Bleiben Sie standhaft! Vielleicht sollten wir uns an die Braveheart-Frisuren gewöhnen. Die verleihen ja bekanntlich Kraft und Mut – auch in aussichtslos erscheinenden Schlachten!

 

Etwas Ablenkung gefällig? Smart City Bamberg!

Ich gebe zu, es fällt derzeit wirklich schwer, sich auf andere Themen zu konzentrieren als aufs nackte Überleben. Aber viele Projekte gehen dennoch weiter. Und das Projekt „Smart City“, für das sich die Stadt Bamberg bewerben wird, birgt großes und zukunftsorientiertes Potential für unsere Stadt. Möglicherweise sind Sie ja gerade auch mal dankbar, sich ein wenig von den endlosen Krisen- und Katastrophenmeldungen ablenken zu können und wollen sich mit Gedanken zur Weiterentwicklung unserer Stadt mit einbringen.

Bei dem Projekt, für das sich Bamberg bewerben möchte, geht es konkret um Strategien, die die Stadtentwicklung samt ihrer räumlichen Strukturen und der ganzen Stadtgesellschaft mit dem Potential der Digitalisierung verknüpfen. Mehr kann man auf der Seite des Bundesinnenministeriums nachlesen: https://www.smart-cities-made-in.de/

Es geht also vorrangig um Ideen, die auf den Chancen der Digitalisierung aufbauen, aber nicht nur. Das Forum ist für alle Bambergerinnen und Bamberger offen und will dabei so viele Ideen aus der Bevölkerung wie möglich mitnehmen, aus Kultur, Bildung, Soziales, Verkehr, Wirtschaft, Medien, also auch Tourismus. Den Zugang finden Sie hier: https://bamberg-buerger.intrakommuna.net/net_home/Pages/Startseite
Einmal mit E-mail, Namen und Funktion registrieren und dann im Ideenpool mitdiskutieren oder eigene Vorschläge einbringen.

Das Forum ist bis zum 20. April 2020 geöffnet.