Bamberg und sein Tourismus – Entwicklungen, Effekte und Verträglichkeit

Overtourism ist seit Jahren in aller Munde, wenn es um bestimmte Städte wie Dubrovnik, Venedig oder Barcelona geht. Neuerdings sprechen manche Fachleute auch gerne von „Overcrowding“, was vielleicht ehrlicher ist, denn es bezieht nicht nur die Besucherinnen und Besucher mit ein, sondern alle Nutzer des öffentlichen Raums, die sich aneinander reiben, wenn es eng wird in einer Stadt. Dadurch ergeben sich vielleicht ganz neue Lösungsansätze, wenn man den Blick weitet und alle, die sich ein und denselben Lebensraum teilen, mit in den Blick nimmt.
Wir beobachten sehr genau, was die großen Reiseziele unternehmen, um ihrer Flut an Besuchern Herr zu werden. Da auch in Bamberg an manchen Tagen an einigen Orten der Punkt erreicht wird, an dem man sich als Bewohner oder Bewohnerin überfordert fühlt von der schieren Menge an Menschen, die sich in unserer Stadt tummeln, beschäftigt uns das Thema auch schon lange. Seit Jahren setzen wir Maßnahmen um, die die Verträglichkeit touristischer Effekte verbessern sollen. In der Broschüre „Tourismus in Bamberg 2019 – Entwicklungen, Effekte, Verträglichkeit“ fassen wir unsere Position dazu aktuell zusammen und zeigen unsere Palette an Maßnahmen auf, die wir in den vergangenen Jahren hinsichtlich eines verträglichen Tourismus unternommen haben.

Aktuell läuft eine Umfrage unter den Bambergerinnen und Bambergern, um die Stimmung in Sachen Tourismus mal wieder abzufragen. Bis zum 31.12.2019 wollen wir wissen, welche Vor- und welche Nachteile unsere Bewohnerinnen und Bewohner durch den Zuspruch unserer Besucher sehen und wie sie generell die Auswirkungen des Tourismus auf die Stadt bewerten.
Hier geht’s zur Umfrage! 

Flusskreuzfahrer – die neue Saison beginnt

Große Besprechung mit allen Flusskreuzfahrt-Reedereien im Jahr 2015

Große Besprechung mit allen Flusskreuzfahrt-Reedereien im Jahr 2015

Jetzt, wenn die Schleusensperre in wenigen Tagen aufgehoben ist, werden sie das Stadtbild Bambergs wieder deutlich beein“flussen“ – t’schuldigung, das schöne Wortspiel fiel mir erst beim Schreiben auf.

Nach intensiver Zusammenarbeit mit unseren örtlichen Führungsanbietern, unseren Gästeführern und den Reedern selbst wurden im vergangenen Jahr drei konkrete Maßnahmen zur Verbesserung der Tourismusverträglichkeit beschlossen und mit Beginn dieser Saison umgesetzt:

  • Verlagerung der Bustransfers von Flusskreuzfahrtschiffen von der südlichen Promenade an den regulären Bushaltepunkt „Mußstraße“
  • Limitierung der Gruppengröße auf 25 Teilnehmer je Gästeführer, was auch von allen mit dem TKS kooperierenden Führungsanbietern so übernommen wurde, und auch für die Flusskreuzfahrtpassagiere mit drahtlosen Headsets gilt
  • Aufteilen auf unterschiedliche Routen zur Entzerrung und Vermeidung von Pulk-Bildung

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