2G nun auch in Gastronomie und Hotellerie

Der Vollständigkeit halber sei hier kurz erwähnt, dass ab dem 16.11. nun auch für die Beherbergungsbetriebe und für die Gastronomie in Bayern 2G gilt. Alles in Kombination mit der Pflicht zum Tragen von FFP2-Masken. Weitere Änderungen oder Verschärfungen haben wir im touristischen Bereich aktuell nicht zu vermelden.
Wir merken, dass sich die dramatische Lage sofort wieder in Stornierungen und ein verhaltenes Buchungsaufkommen ummünzt, wobei man den November fairerweise ja auch in normalen Jahren nicht gerade einen touristischen Wonnemonat nennen kann. A bisserl was geht immer, aber die Tendenz ist unverkennbar und die Unsicherheit bricht sich wieder Bahn. Es ist zum in-die-Tischkante-beißen!!

Ich schließe einen Infoblock rund um die Frage zu beruflich bedingten Reisen mit an, die eine andere Grundlage haben als 2G, auch was Kinder anbetrifft gibt es Ausnahmen zu 2G. Vielen Dank an die Kolleginnen und Kollegen der Wirtschaftsförderung des Landkreises, aus deren Corona-Ticker ich im Folgenden wörtlich zitiere:

Anpassung der Regelungen für Gastronomie- und Beherbergungsbetriebe

Zwingend erforderliche und unaufschiebbare nichttouristische Beherbergungsaufenthalte sind nach
der neuesten Änderung der 14. Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung (14. BayIfSMV)
vom 16. November 2021 auch von nicht geimpften und nicht genesenen Gäste unter Beachtung der 3G
plus‐Erfordernisse ab sofort möglich. Diese Gäste müssen bei der Ankunft und sodann alle 72 Stunden
einen Testnachweis auf der Basis eines PCR‐Tests, PoC‐PCR‐Tests oder eines Nukleinsäuretests, der
vor höchstens 48 Stunden durchgeführt wurde, vorlegen (§ 3 Abs. 4 Nr. 1 der 14. BayIfSMV). Bisher
galt hier die 2‐G‐Regelung (Zugang nur für Geimpfte bzw. Genesen).
Als nichttouristisch gelten insbesondere Aufenthalte zu beruflichen oder geschäftlichen Zwecken,
ebenso aber beispielsweise Aufenthalte für mehrtägige Fortbildungen, Lehrgänge oder Prüfungen und
Aufenthalte zum Zweck von Hilfe und Beistand für nahestehende Personen. Auch für diese Aufenthalte
gilt die Ausnahme von dem 2G‐Erfordernis aber jeweils nur dann, wenn der Aufenthalt zwingend
erforderlich und unaufschiebbar ist.
Von der Ausnahme nicht erfasst sind touristische Beherbergungsaufenthalte. Für diese gilt weiterhin
und stets die 2G‐Regelung.
Neuregelungen gelten auch für minderjährige Schüler, die das zwölfte Lebensjahr bereits vollendet
haben und regelmäßigen Testungen im Rahmen des Schulbesuchs unterliegen. Bisher galt für diese
Gruppe die 2G‐Regel in der Gastronomie und der Beherbergung.
Minderjährigen Schülerinnen und Schülern, die das zwölfte Lebensjahr bereits vollendet haben und
die trotz der bestehenden Impfempfehlung noch nicht geimpft und auch nicht genesen sind, wird der
Besuch von gastronomischen Einrichtungen und die Inanspruchnahme von Beherbergungsleistungen
ermöglicht. Ohne diese Ausnahme könnten geimpfte Eltern nicht zusammen mit ihren nicht geimpften
Kindern gastronomische Betriebe besuchen oder Beherbergungsleistungen in Anspruch nehmen.
Die Änderungen treten am 17. November in Kraft.“

Für viele übergreifende Corona-Übersichtsseiten scheint es aktuell schwierig zu sein, Schritt zu halten mit den Änderungen, daher kann ich im Moment vor allen Dingen die FAQ-Seite der Staatsregierung empfehlen, da scheint noch jemand den Überblick zu haben!!

Corona – Die Ampel schaltet auf Rot!

Tja, das mit dem Gelb hat jetzt nicht sooo lange angehalten. 48 Stunden, um genau zu sein. Aber auch bei echten Ampeln ist Gelb ja eigentlich nur die Durchgangsfarbe. Ab Dienstag, 9. November, gilt also bayernweit die Ampelphase „Rot“.

Das hat folgende Konsequenzen:

Einrichtungen und Veranstaltungen, die sonst nach 3G-Regeln zugänglich sind, sind ab sofort nur noch nach 2G zugänglich, also ausschließlich für Geimpfte und Genesene, nicht mehr für Getestete. Dies gilt somit für den ganzen Bereich der kulturellen Einrichtungen, für Museen, Theater, Konzerte, Kino, für Veranstaltungen, für Sport- und Freizeiteinrichtungen, immer mit dem Fokus auf Angeboten, die in Innenräumen passieren. Wenn ich nach dem gehe, was seit diesem Sommer galt und mir explizit vom Ministerium so mitgeteilt wurde, dann bleiben normale Stadtführungen an der frischen Luft also weiterhin davon ausgenommen, außer sie haben Innenanteile mit dabei.

Gastronomie und das Beherbergungswesen bleiben, wie auch schon in der gelben Ampelphase, 3Gplus verpflichtet – und ja, auch die Friseure und andere „körpernahen Dienstleistungen“ bleiben über 3Gplus zugänglich. In Hochschulen, außerschulischen Bildungsangeboten einschließlich der beruflichen Aus-, Fort- und Weiterbildung sowie in Bibliotheken und Archiven gilt weiterhin die Zugangsmöglichkeit auch mit Schnelltest (3G).

Neu ist nun auch die Zugangsregelung 3G für alle Betriebe mit mehr als 10 Mitarbeitenden oder für Mitarbeitende mit Kontakt zu weiteren Personen, egal ob Kunden, andere Beschäftigte oder sonstige Personen. Das gilt allerdings nicht für den Handel und den ÖPNV. Ein einfacher Schnelltest, mindestens zweimal pro Woche ist dafür vorgesehen. Es ist leider noch unklar, ob diesen Test die Mitarbeitenden vor Ort unter Aufsicht mit einem Schnelltest ableisten können, ob diese vom Arbeitgeber bezahlt werden oder ob die Mitarbeitenden mit einem offiziellen Schnelltestergebnis bereits ankommen müssen. Von diesem Testnachweis kann sich nur befreien, wer alternativ den Impf- oder Genesenenstatus nachweisen kann. Wir freuen uns schon auf diese spannende Gratwanderung entlang des datenschutz- und arbeitsschutzrechtlichen Todesstreifens, auf die wir uns nun begeben dürfen ….

Grün, gelb, rot, ja, so eine Ampel hat nur diese drei Farben. Wer sich jetzt fragt, ob wir damit schon das Ende der Fahnenstange, äh, also der Ampel, erreicht haben für diesen Winter, dem sei aus sicherem 1,5 Meter Abstand zugerufen, Corona hat bisher noch immer ein weiteres Ass im Ärmel gehabt, und der Winter ist lang, und die Impfquote ist immer noch zu niedrig. Aber der Erfindungsreichtum unserer Staatsregierung, auf die weiteren Kapriolen von Corona entsprechend zu reagieren, ist auch unermesslich. Ich sehe sie schon vor mir, die AMPELplus! Oder auch nur die Coronaampelergänzungsfarben in der Steigerung Bordeauxrot, Burgund und Schwarzrot …

Und zum Schluss nochmal was Ernstes: Schauen Sie doch mal hier rein: https://www.stmgp.bayern.de/veranstaltungen/offene-impfstunden-im-impfzentrum-bamberg-mo-fr-830-1300/ Jeden Tag! 8.30 – 13 Uhr! Impfen, ohne Voranmeldung! Und mittwochs sogar bis 19 Uhr! Bitte teilen Sie diesen Link mit allen Menschen, die Sie kennen, die vielleicht doch noch nicht ganz abgeschlossen haben mit der Sache und guten Argumenten für eine Impfung zugänglich sein könnten, sich und andere durch eine Impfung zu schützen. Vielleicht in Kombi mit dieser Seite: https://www.zusammengegencorona.de/impfen/aufklaerung-zum-impftermin/10-gruende-sich-jetzt-gegen-das-coronavirus-impfen-zu-lassen/. Es macht ja keinem von uns Spaß, Menschen von der Kultur auszuschließen, von Sport und Freizeit! Wenigstens versuchen müssen wir es doch, das gemeinsam noch zu packen!


Corona – Jetzt kommt die Ampel

Wer dachte, die mögliche zukünftige Ampelkoalition auf Bundesebene wäre die einzige Ampel, die unser Leben in nächster Zeit beeinflussen würde, hat mal wieder zu kurz gedacht! Vor Monaten sahen wir diese neue „Bayerische Krankenhausampel“ und dachten noch, ach, die Werte werden wir ja wohl hoffentlich nie mehr erreichen, da müsste es schon ganz dicke kommen.

Hm…

Pustekuchen …

Die Ampel steht – und das Wochen vor der Ampel in Berlin!

Wir sind also ab Sonntag, 7.11. bei Phase „Gelb“ angekommen. Das bedeutet im Wesentlichen Folgendes: Alles, was bisher mit 3G-Zugangsbeschränkung versehen war, ist nun auf 3GPlus verschärft. Das heißt, der einfache Schnelltest reicht nicht mehr, es muss der PCR-Test sein. Dies gilt für alles, was innen ist, alle Innenräume, Kultureinrichtungen, Museen, Theater, Konzerte, Veranstaltungen, und auch für die Beherbergungsstätten und die Gastronomie. Perfide mal wieder, dass Gastro und Hotels in der Gelbphase und im Kabinettsbeschluss nicht explizit erwähnt sind, aber man darf im Rückkehrschluss der Rot-Phase besagter Ampel, wo für Gastro und Hotels explizit nicht 2G vorgeschrieben wird, sondern diese bei 3GPlus verbleiben, dass sie in der Gelbphase auch schon dabei sind bei 3GPlus.

Außerdem gilt die FFP2-Maske wieder als Standardmaske.

Spitzenreiter bei der Verschärfung sind Clubs und Diskotheken, die zwar offen bleiben dürfen, aber nur noch Geimpfte oder Genesene einlassen dürfen – 2G!

Ausgenommen sind weiter der Handel und der ÖPNV, hier gibt es keine3G oder 3GPlus-Regeln. Der Zugang ist wie bisher beschränkt, halt wieder mit FFP2-Maske statt der medizinischen.

Wer es nochmal genau nachlesen möchte, dem sei die wieder extrem spannende Lektüre der Neufassung der 14. Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung vom 6. November 2021 empfohlen, wo bei den Formulierungen nun wieder die gepflegte Juristensprache obsiegt hat, wenn zum Beispiel da steht, dass bei vorliegender Verschärfung der Maßnahmen ein „negativer Testnachweis nur durch einen Testnachweis nach § 3 Abs. 4 Nr. 1 erbracht werden“ kann, was dazu führt, dass man wieder zurückscrollen muss und den Paragraphen sucht, anstatt dass sie genau da einfach hinschreiben: „PCR-Test“!!

Alternativ gäbe es noch die redaktionelle Fassung in Form des Berichts aus der Kabinettsitzung vom 3. November 2021.

Ich fürchte, wir sollten auch gleich die Konditionen der Phase „Rot“ ansehen, denn diese wird nicht lange auf sich warten lassen bei der aktuellen Entwicklung. Es ist zum Aus-der-Haut-fahren! Dass wir so viele Menschen immer noch nicht für die Segnungen der Impfung gewinnen konnten, ist einfach enttäuschend. Aber mit welchen Argumenten muss man denn noch kommen, wenn es doch nachweislich um Leben und Tod geht, um Gesundheit oder Krankheit und für so viele um die wirtschaftliche Existenz!

Corona – ein Schritt vor, ein Schritt zur Seite und einer zurück

Drei Neuerungen schulde ich Ihnen aktuell noch, eine bedeutet eine deutliche Erleichterung, zwei machen das Leben wieder etwas schwerer für Viele.

1. Die Stadt ist nun auch wieder über der Inzidenz von 35, so dass hier, wie auch schon seit Sonntag im Landkreis Bamberg, seit heute wieder die Regeln für verpflichtendes 3G in Innenräumen gilt – ein Schritt zurück.

2. Passend dazu gab es aus der letztwöchigen Kabinettssitzung der Staatsregierung die Neuregelung, dass ab morgen, Dienstag, 19.10., überall da wo 3Gplus, 3G oder 2G angewendet wird, auch das komplette Personal mit Kundenkontakt und der Betreiber sowie Ehrenamtliche selbst die entsprechenden Bedingungen erfüllen müssen – ein Schritt, na ja, sagen wir, zur Seite.

3. Aber, und das spart wirklich viel Arbeit und Zeit, seit Freitag, 15.10., fällt die Verpflichtung zur Kontaktdatennachverfolgung für sehr viele Betriebe und ihre Angebote großflächig weg – ein echter Schritt nach vorne!

Zu den Meldungen im Einzelnen, hier zunächst die Pressemeldung der Stadt Bamberg zur Inzidenzüberschreitung von 35 vom Samstag, mit Wirkung ab heute, Montag, 18.10.:

In der Stadt Bamberg wurde der 7-Tages Inzidenzwert von 35 Neuinfektionen mit dem Coronavirus je 100.000 Einwohner an drei aufeinanderfolgenden Tagen wieder überschritten. […]

Ab Montag, 18. Oktober 2021 gilt daher in Innenräumen wieder verpflichtend der 3G-Grundsatz. Demnach ist der Zugang nur für Geimpfte, Genesene oder aktuell Getestete (PoC-Antigen-Schnelltest nicht älter als 24h oder PCR-Test nicht älter als 48h) erlaubt. Dies betrifft beispielsweise öffentliche und private Veranstaltungen bis 1.000 Personen (bei größeren Veranstaltungen gilt eine inzidenzunabhängige 3G-Pflicht) in nichtprivaten Räumlichkeiten, Sportstätten, Fitnessstudios, Theater, Kinos, Museen, Gedenkstätten, Gastronomie, Beherbergung, Hochschulen, Krankenhäuser, Bibliotheken und Archive, Musikschulen, Freizeiteinrichtungen, Bäder, Thermen, Saunen, Ausflugsschiffe, Spielbanken, den touristischen Reisebusverkehr etc. (§ 3, Abs. 1 der 14. BayIfSMV). Betreiber solcher Einrichtungen können auf freiwilliger Basis auch 3G-Plus (nur PCR-Test nicht älter als 48h) oder 2G anwenden (§ 3a der 14. BayIfSMV).

Weiterhin gilt inzidenzunabhängig in Alten- und Pflegeheime sowie in Schulen und Kinderhorte der 3G-Grundsatz. Ebenso ist der Zugang zu Volksfesten, Diskotheken, Clubs, Bordellbetrieben sowie vergleichbaren Freizeiteinrichtungen und zu Veranstaltungen mit mehr als 1.000 Personen weiterhin nur für Genesene, Geimpfte oder Getestete möglich. […]“

Die anderen beiden Punkte wurden in der Kabinettssitzung vom 12.10. erledigt und lauten wie folgt:

Die 14. Bayerische Infektionsschutzmaßnahmenverordnung wird in folgenden Punkten geändert:

Mit Wirkung vom 19. Oktober (Dienstag) müssen in allen Bereichen von 3G / 3G plus / 2G künftig auch die Betreiber, Beschäftigten und Ehrenamtlichen mit Kundenkontakt die dort jeweils geltenden Impf-, Genesenen- oder Testvoraussetzungen erfüllen. Sie müssen einen entsprechenden Testnachweis jedoch lediglich an mindestens zwei verschiedenen Tagen pro Woche vorlegen.

Die Kontaktdatenerhebung wird mit Wirkung vom 15. Oktober (Freitag) auf Schwerpunktbereiche mit hohem Risiko von Mehrfachansteckungen (spreading) beschränkt.

Das sind:
– alle geschlossenen Veranstaltungen ab 1.000 Personen
– Clubs, Diskotheken, Bordelle und vergleichbare Freizeiteinrichtungen sowie gastronomische Angebote mit Tanzmusik
– körpernahe Dienstleistungen
– Gemeinschaftsunterkünfte (z. B. Schlafsäle in Jugendherbergen oder Berghütten)
.

In allen anderen Bereichen entfällt die Kontaktdatenerhebung.“

Bamberg wieder unter 35!

Seit drei Tagen liegt die Inzidenz in der Stadt Bamberg unter 35, das bringt ab Montag, 11. Oktober wieder Erleichterungen im Umgang mit 3G. Ich würde jedoch eher formulieren, es bringt Flexibilität im Umgang mit 3G als Zugangsvoraussetzung.
Denn diese „Kann“-Bestimmung der Regelung für eine Inzidenz unter 35 macht es nicht unbedingt einfacher, nein, es wird eigentlich wieder verwirrender. Es bleibt ja jedem Veranstalter überlassen, ob er nicht trotzdem 3G beibehält. Oder 2G. Oder 3Gplus. Entscheidet sich also ein Betreiber für die Rücknahme von 3G, bleiben die Masken als letzte vorgeschriebene Maßgabe für Innenräume.

Ich zitiere aus der städtischen Pressemeldung von gestern:
In der Stadt Bamberg wurde der 7-Tages Inzidenzwert von 35 Neuinfektionen mit dem Coronavirus je 100.000 Einwohner an drei aufeinanderfolgenden Tagen unterschritten. Am Samstag meldete das Robert Koch-Institut einen Inzidenzwert von 28,7 für die Stadt Bamberg (Donnerstag, 33,9; Freitag 28,7). Damit treten laut einer Bekanntmachung der Stadt Bamberg vom 9. Oktober 2021 inzidenzabhängige Erleichterungen in Kraft.

Bislang galt verpflichtend die sogenannte 3-G-Regel, wonach für den Zugang zu geschlossenen Räumen, beispielsweise bei öffentlichen und privaten Veranstaltungen bis 1.000 Personen in nichtprivaten Räumlichkeiten, Sportstätten und Fitnessstudios oder Kinos und Museen sowie für Dienstleistungen, bei denen eine körperliche Nähe unabdingbar ist, nur Personen Zugang haben dürfen, die geimpft, genesen oder getestet sind.

Diese verpflichtende Regel gilt ab Montag (11. Oktober) nicht mehr. Gleichwohl können aber Veranstalter oder Einrichtungen auf freiwilliger Basis weiterhin 3-G, 3-G-Plus oder 2-G anwenden. Wer also eine Veranstaltung oder Einrichtung besuchen möchte, sollte sich vorher direkt informieren, ob es dort weiterhin Zugangsbeschränkungen gibt. Die Stadt Bamberg strebt für ihre Veranstaltungsorte und Einrichtungen ab 1. November eine einheitliche Anwendung von 3G-Plus an (hierzu erfolgt noch eine gesonderte ausführliche Pressemitteilung).

Inzidenzunabhängig, also auch bei Inzidenzwerten unter 35, gilt weiterhin, dass der Zugang zu Volksfesten, Diskotheken, Bordellbetrieben sowie vergleichbaren Freizeiteinrichtungen und zu Veranstaltungen mit mehr als 1000 Personen nur durch Genesene, Geimpfte oder Getestete erfolgen darf. 

Sollte die Stadt Bamberg an drei aufeinanderfolgenden Tagen die 7-Tage-Inzidenz von 35 wieder überschreiten, erfolgt eine erneute Bekanntmachung der Stadt Bamberg. Die vorstehenden Bestimmungen finden dann ab dem übernächsten auf die Bekanntmachung folgenden Tag keine Anwendung mehr.

Was das alles betrifft, kann man im §3 der aktuellen 14. BayIfSMV lesen, es geht um den Zugang zu, ich zitiere erneut:

öffentlichen und privaten Veranstaltungen bis 1 000 Personen in nichtprivaten Räumlichkeiten,
Sportstätten und praktischer Sportausbildung, Fitnessstudios, dem Kulturbereich mit Theatern, Opern,
Konzerthäusern, Bühnen, Kinos, Museen, Ausstellungen, Gedenkstätten, Objekten der Bayerischen
Verwaltung der staatlichen Schlösser, Gärten und Seen, der Gastronomie, dem Beherbergungswesen, den
Hochschulen, Tagungen, Kongressen, Bibliotheken und Archiven, zu außerschulischen Bildungsangeboten
einschließlich der beruflichen Aus-, Fort- und Weiterbildung sowie Musikschulen, Fahrschulen und der
Erwachsenenbildung, zoologischen und botanischen Gärten, außerdem zu Freizeiteinrichtungen
einschließlich Bädern, Thermen, Saunen, Solarien, Seilbahnen und Ausflugsschiffen, Führungen,
Schauhöhlen und Besucherbergwerken, Freizeitparks, Indoorspielplätzen, Spielhallen und -banken,
Wettannahmestellen, dem touristischen Bahn- und Reisebusverkehr und infektiologisch vergleichbaren
Bereichen,


und dazu kommen noch die sog. körpernahen Dienstleistungen.

Bringt uns das jetzt wirklich weiter? Ich für meine Person kann nur sagen, ich fühle mich bei 3G recht wohl, wenn ich irgendwo innen rein muss. Aber, es ist schon auch irgendwie richtig, wenn es die Pandemie zulässt, müssen wir auch wieder lernen, damit umzugehen, die Bastionen gegen die Ansteckung wieder abzubauen. Nur haben uns die Erfahrungen der letzten eineinhalb Jahren gelehrt, dass es schnell wieder anders werden kann. Allein der Blick in andere Länder – und auch in fast alle anderen Kreise und Städte – zeigt, dass wir Corona noch lange nicht los sind, ja, wir werden es ja nie mehr los, gerade deswegen ist es jetzt so schwer, diesen Mittelweg zu finden zwischen Vorsicht und Loslassen, zwischen Umsicht und Gehenlassen. Letztlich werden es die Menschen selber entscheiden, wo und wie schnell sie sich wieder wohlfühlen im Kreise anderer Menschen. Für den Tourismus ist das das A & O – dass sich die Menschen wieder wohlfühlen und sicher fühlen. Und gerade da, fand ich, hat uns 3G auf einen guten Weg gebracht, der uns durch diesen Winter geleiten kann. Aber ich will mich ja lernfähig geben….

Weihnachten findet statt!

Alle Jahre wieder stellen viele Menschen am 23. Dezember ganz überrascht fest, dass am Tag darauf schon der Heilige Abend ist. Heuer ist das mal ganz anders!! Denn heute hat uns die Bayerische Staatsregierung die Weihnachtssaison eröffnet, indem sie grünes Licht für Weihnachtsmärkte gegeben hat! Dank dieses Paukenschlags hat heuer keiner die Ausrede, dass Weihnachten wieder einmal vollkommen überraschend dahergekommen ist.

Das ist eine Nachricht, die uns allen gut tut und Vielen Planungssicherheit gibt und nun einen regen Austausch von E-mails und Telefonaten auslösen wird, denn etliche Kunden haben sich bisher zurückgehalten und haben ihr Kommen an die Existenz der Weihnachtsmärkte gekoppelt.

Sogar Volksfeste und öffentliche Festivitäten sind ab sofort wieder erlaubt, und sie dürfen auch wieder so heißen!

Wie viele Veranstalter und Leistungsträger, Kommunen und Glühweinfreunde haben auf dieses Signal gewartet, ganz zu schweigen von den armen Schaustellern, die nun endlich einmal wieder die Aussicht auf Arbeit haben. Natürlich gibt es das alles nur, solange uns die Pandemie keines ihrer vielen heimtückischen Schnippchen schlägt, aber im Moment sieht es doch relativ gut aus. Offen bleibt in dem heutigen Wortlaut, ob auch für die Märkte 3G gilt, bisher steht explizit bei den Weihnachtsmärkten „unter freiem Himmel“, vielleicht deutet das ja auf eine Freigabe auch ohne 3G hin. Aber sonst ist 3G ja nun mal der Weg aus der Pandemie, und ich finde, es ist ein guter Weg und ein gangbarer Weg. 3G gibt einem doch irgendwie ein gutes Gefühl. 3G wird auch helfen, den Menschen allmählich die Unsicherheit zu nehmen. Und die Unsicherheit ist das, was aus den Köpfen raus muss. Nur so wird die Saison 2022 richtig Fahrt aufnehmen!

Ja, und sogar Clubs und Discotheken dürfen unter diesen Voraussetzungen wieder öffnen (mit 3Gplus – das war mir neu, heißt: PCR-Test!) – und, nur weil es die Staatsregierung auch immer extra erwähnt, tue ich das staatstragenderweise auch mal: Selbst Bordelle dürfen wieder aufmachen!

Wer es jetzt immer noch nicht glauben mag: Hier ist der Wortlaut des Kabinettsberichts von heute Mittag mit allen sechs Punkten:

  1. Die 14. Bayerische Infektionsschutzmaßnahmenverordnung wird um vier Wochen bis einschließlich 29. Oktober 2021 verlängert.
  2. Zur Entlastung des Unterrichtsbetriebs und mit Blick auf die regelmäßigen Testungen entfällt ab dem 4. Oktober (Montag) die Maskenpflicht im Unterricht, sonstigen Schulveranstaltungen und der Mittagsbetreuung, und zwar auch dann, wenn am Platz der Mindestabstand zum Sitznachbarn nicht eingehalten wird.
  3. Wie vom Ministerrat bereits am 31. August beschlossen, werden ab dem 1. Oktober Clubs und Diskotheken wieder geöffnet. Dabei gilt das 3G-Modell mit der Maßgabe, dass ein negativer Testnachweis nur durch PCR-Test erbracht werden kann (3G plus). Dies gilt auch für die Beschäftigten mit Kundenkontakt, die sich mindestens zweimal wöchentlich PCR-testen lassen müssen. Laute Musik, Tanz ohne Abstand sowie die Abgabe von Getränken am Tresen ist wie branchenüblich zulässig. Die Maskenpflicht entfällt. Für konsequente Kontrollen ist zu sorgen. Verstöße werden bußgeldbewehrt. Unter gleichen Bedingungen können ab dem 1. Oktober auch Bordellbetriebe wieder öffnen.
  4. Das bisherige Verbot von Volksfesten und öffentlichen Festivitäten entfällt. Volksfeste können im Rahmen von inzidenzunabhängigem 3G und der sonstigen allgemein geltenden Regelungen (Gastronomie im Bierzelt etc.) wieder stattfinden.
  5. Die Staatsregierung bekräftigt, dass in der kommenden Advents- und Weihnachtszeit vorbehaltlich besonders negativer Entwicklungen der Infektionslage unter freiem Himmel auch Weihnachts- und Christkindlmärkte in Bayern wieder möglich sind. Soweit nötig, werden hierzu rechtzeitig Regelungen erlassen.
  6. Das Staatsministerium für Gesundheit und Pflege wird die nötigen Rechtsänderungen vornehmen und den zugehörigen Bußgeldkatalog anpassen. Die jeweils zuständigen Staatsministerien werden zeitnah die Rahmenhygienepläne veröffentlichen.

Die neuen Rahmenkonzepte für Beherbergung, Gastro, Märkte, touristische Dienstleister usw., die in den letzten Tagen veröffentlicht wurden, habe ich im vorigen Blogeintrag schon eingetragen.

Da könnte man ja jetzt fast noch ein Oktoberfest …

Alle neuen Rahmenkonzepte im Überblick

Im Laufe der letzten ein, zwei Wochen wurden alle Rahmenkonzepte an die neuen Rahmenbedingungen und -regeln angepasst, neu geschrieben und veröffentlicht.

Ich stelle Ihnen alle hier einmal zum Hochladen zur Verfügung, die im weitesten Sinne mit uns und unserer Branche zu tun haben:

Corona – der Paradigmenwechsel ist da

Wir schreiben den 2. September 2021 und heute fällt die Bastion der ausschließlichen und strikten Inzidenzorientierung, mit der wir seit eineinhalb Jahren jeden Morgen aufgestanden und jeden Abend ins Bett gegangen sind. Angesichts der mittlerweile doch hohen Impfquote – noch nicht genug für die sogenannte Herdenimmunität, aber doch so hoch, dass man diesen Schritt wagen kann – scheint dieser Paradigmenwechsel hin zur sog. „Krankenhausampel“ gerechtfertigt zu sein.

Insgesamt machen wir mit der 14. Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung einen riesigen Schritt nach vorne und stellen fest, dass Geimpft und Genesen – oder eben Getestet – doch den großen Unterschied macht und uns der ersehnten Normalität so weit wie möglich näher bringt.

Nur noch für die Anwendung der 3G-Regel gilt es, in Zukunft den bekannten Richtwert der vor-Ort-Inzidenz von 35 zu beachten, was für Bamberg mit seiner Inzidenz rund um 50 aber unmittelbar heißt, dass die 3G-Regel bis auf weiteres gilt.

Was ist also alles neu? Kurz zusammengefasst Folgendes:

  • Insgesamt werden die geltenden Regeln deutlich reduziert und vereinfacht.
  • Es gibt keine Kontaktbeschränkungen mehr.
  • An Orten mit Maskenpflicht reicht jetzt eine medizinische Gesichtsmaske.
  • Die Regeln für Veranstaltungen wurden deutlich gelockert.
  • Es gibt nur noch einen relevanten 7-Tage-Inzidenzwert von 35. Von diesem Inzidenzwert hängt im Regelfall ab, ob 3G gilt oder nicht.
  • Es gibt jetzt eine bayernweite Krankenhausampel. Sie soll verhindern, dass das Gesundheitssystem überlastet wird.

Und was bedeutet das im Einzelnen?

Die Krankenhausampel

An die Stelle der 7-Tage-Infektionsinzidenz tritt die sog. „Krankenhausampel“ als neuer Indikator.

  • Stufe Gelb ist erreicht, sobald bayernweit innerhalb der jeweils letzten 7 Tage mehr als 1.200 Patienten mit einer COVID-19-Erkrankung in Krankenhäuser aufgenommen werden mussten. Das entspricht einer bayernweiten Hospitalisierungs-Inzidenz von 9,13 je 100.000 Einwohner. Sobald Stufe Gelb erreicht ist, beschließt die Staatsregierung weitergehende Maßnahmen, beispielsweise:
    (1) Anhebung des Maskenstandards auf FFP2.
    (2) Kontaktbeschränkungen.
    (3) Erfordernis, als Testnachweis einen PCR-Test vorzulegen (außer in der Schule).
    (4) Personenobergrenzen für öffentliche und private Veranstaltungen.
  • Stufe Rot ist erreicht, sobald mehr als 600 Patienten mit einer COVID-19-Erkrankung auf den bayerischen Intensivstationen liegen. Sobald diese Stufe erreicht ist, wird die Staatsregierung neben den bereits für Stufe Gelb geltenden Regelungen umgehend weitere Maßnahmen verfügen, um die dann akut drohende Überlastung des Gesundheitssystems zu verhindern.

3G-Grundsatz

Die 7-Tages-Inzidenz, wie wir sie bisher kannten, ist lediglich noch ausschlaggebend für die strikte Anwendung der 3-G-Regel. Zugang zu Angeboten und Dingen vor allem in Innenräumen haben dann nur noch Geimpfte und Genesene oder aktuell Getestete. Dies betrifft öffentliche und private Einrichtungen, Veranstaltungen, Sportstätten, Fitnessstudios, die gesamte Kultur, Theater, Kinos, Museen, Gedenkstätten, Gastronomie, Beherbergung, die Hochschulen, Krankenhäuser, Bibliotheken und Archive, die außerschulischen Bildungsangebote wie Musikschulen und die Erwachsenenbildung, außerdem Freizeiteinrichtungen einschließlich Bäder, Thermen, Saunen, Seilbahnen und Ausflugsschiffe, Spielbanken, den touristischen Reisebusverkehr und ähnliches. Schüler gelten mit Blick auf die regelmäßigen Tests in der Schule als dauerhaft getestet.

Die Einhaltung der 3G-Regeln muss vom Betreiber kontrolliert werden. Gäste und Besucher sowie Betreiber, die sich nicht daran halten, müssen mit einem Bußgeld rechnen.

Maskenpflicht

Die FFP2-Maskenpflicht entfällt. Die medizinische Maske („OP-Maske“) ist der neue Maskenstandard. Außerdem wird künftig überall wie folgt differenziert:

  • Unter freiem Himmel gibt es künftig generell keine Maskenpflicht mehr. Ausgenommen sind lediglich die Eingangs- und Begegnungsbereiche größerer Veranstaltungen (ab 1.000 Personen).
  • In geschlossenen Räumen gilt umgekehrt immer eine generelle Maskenpflicht. Ausgenommen sind Privaträume, außerdem der Platz in der Gastronomie sowie jeder feste Sitz- oder Stehplatz, wenn er zuverlässig den Mindestabstand von 1,5m zu anderen festen Plätzen einhält, die nicht mit eigenen Haushaltsangehörigen besetzt sind. Für Beschäftigte gelten wie bisher auch die arbeitsschutzrechtlichen Bestimmungen.
  • Im ÖPNV und im Fernverkehr gilt die Maskenpflicht (künftig OP-Maske) ausnahmslos. In Schule und Kita sowie Alten- und Pflegeheime gelten Sonderregelungen.

Veranstaltungen

Die bisherigen Personenobergrenzen für private und öffentliche Veranstaltungen entfallen. Für folgende Veranstaltungen (Sport, Kultur, Kongresse etc.) gilt:

  • Bis 5.000 Personen darf die Kapazität zu 100 % genutzt werden.
  • Für den 5.000 Personen überschreitenden Teil darf 50 % der weiteren Kapazität des Veranstaltungsorts genutzt werden.
  • Es sind maximal 25.000 Personen zulässig. Dies entspricht dem Beschluss der Bundeskanzlerin und der Regierungschefinnen und Regierungschefs der Länder vom 10. August 2021. Innerhalb dieses Rahmens dürfen unbegrenzt auch Stehplätze ausgewiesen werden.
  • Wird der Mindestabstand indoor unterschritten, gilt nach den allgemeinen Regeln allerdings ständige Maskenpflicht, die vom Veranstalter zu gewährleisten ist. Hierzu wird es daher auch einen Bußgeldtatbestand für Veranstalter und Teilnehmer geben.
  • Bei Veranstaltungen ab 1.000 Personen muss der Veranstalter ein Infektionsschutzkonzept nicht nur ausarbeiten und beachten, sondern auch unverlangt der Kreisverwaltungsbehörde vorab zur Durchsicht vorlegen.

Bei Veranstaltungen über 1.000 Personen gilt die 3G-Regel inzidenzunabhängig indoor wie outdoor.

Gastronomie

Es entfällt die coronabedingte Sperrstunde (bisher 1.00 Uhr). Im Übrigen gelten auch hier künftig die allgemeinen Regelungen zu 3G und Maskenpflicht. Die Kontaktdatenerfassung gilt weiterhin.

Beherbergung 

Es entfallen die bisherigen Einschränkungen, wonach Zimmer nur im Rahmen der Kontaktbeschränkungen vergeben werden dürfen. Im Rahmen von 3G muss bei Ankunft und danach jede 72 Stunden ein Test vorgelegt werden. Im Übrigen gelten die allgemeinen Regelungen insbesondere zur Maskenpflicht.

Quadratmeterregel

In Handel, Dienstleistungen und Freizeiteinrichtungen entfallen die bisherigen quadratmetermäßigen Kunden- oder Besucherbeschränkungen. Die Maskenpflicht richtet sich nach der allgemeinen Grundregel.

Messen 

Es entfällt die flächenabhängige Besucherbegrenzung. Stattdessen wird eine neue tägliche Besucherobergrenze von 50.000 Personen eingeführt. 3G gilt inzidenzunabhängig indoor wie outdoor. Die Maskenpflicht richtet sich nach der allgemeinen Grundregel.

Volksfeste („öffentliche Festivitäten“) bleiben untersagt. Für Ersatzveranstaltungen, die im Wege von Einzelfallausnahmen möglich bleiben, gilt inzidenzunabhängig 3G.

Clubs und Diskotheken

Mit Blick auf Reiserückkehrer aus den Ferien werden diese mit einem zeitlichen Sicherheitsabstand erst ab Anfang Oktober geöffnet. Der Zugang soll dann nur für Geimpfte und Genesene sowie für Getestete mit PCR-Test möglich sein.

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Die Antworten zu zahlreichen Fragen können Sie auf der Seite des Innenministeriums nachlesen. Oder Sie gönnen sich natürlich mal wieder die vollständige Lektüre der neuesten Infektionsschutzmaßnahmenverordnung. Sie ist tatsächlich einfacher geworden, etwas kürzer und, ja, ich bin fast geneigt zu sagen, lesbarer. Aber vielleicht haben wir uns nur schon so an Gesetzestexte gewöhnt durch die Pandemie, dass uns das jetzt und in Zukunft immer leicht fallen wird, hüstel, hüstel….

Die 13. BayIfSMV – jetzt mit 3G und Testpflicht über 35!

Der Vollständigkeit halber hier die „konsolidierte Lesefassung“ der am Wochenende ergänzten 13. Infektionsschutzmaßnahmenverordnung. Tatsächlich findet sich nun an diversen Stellen die neue Inzidenz 35 als Schwellenwert zur Testpflicht für Ungeimpfte und Ungenesene, u.a.
– bei öffentlichen oder privaten Veranstaltungen und Feiern in geschlossenen Räumen,
– bei Sport in geschlossenen Räumen,
– für Flusskreuzschifffahrten bei der Einschiffung,
– in Freizeitparks, Indoorspielplätzen und vergleichbaren Freizeiteinrichtungen, Badeanstalten, Hotelschwimmbädern, Thermen, Wellnesszentren, Saunen, Spielhallen, Spielbanken und Wettannahmestellen, jeweils in Bezug auf geschlossene Räume,
– bei körpernahen Dienstleistungen in geschlossenen Räumen,
– in der Innengastronomie,
– bei Kulturveranstaltungen in geschlossenen Räumen,
– in der Hotellerie muss alle 72 Stunden nach Anreise (mit Test) erneut ein Test nachgewiesen werden,
– und bei Tagungen, Kongressen und Messen muss unabhängig von der Inzidenz ein Test von allen Besucherinnen und Besuchern nachgewiesen werden.

Aktuell ist Bamberg-Stadt also voll in der Testpflicht mit drin, die Inzidenz liegt konstant über 35. Das Bamberger Land hält sich wacker unter 35.

Die FAQ-Seite der Staatsregierung führt noch ein paar weitere Detailfragen aus, insbesondere auch, dass in Bayern die zulässige Höchstzuschauerzahl einschließlich geimpfter und genesener Personen bei „großen Sport- und Kulturveranstaltungen mit länderübergreifendem Charakter“ erhöht wird. Unter Beachtung der Anzahl der vorhandenen Plätze, bei denen ein Mindestabstand von 1,5 m zu anderen Plätzen gewahrt ist, erhöht sich die Zuschauerzahl auf bis zu 50 Prozent der Kapazität der jeweiligen Sport- bzw. Veranstaltungsstätte, höchstens aber auf 25.000 Zuschauer mit festen Sitzplätzen. Und das in Zukunft inzidenzunabhängig unter den bisherigen Voraussetzungen (z. B. Vorlage eines Testnachweises, Untersagung des Verkaufs und des Ausschanks von Alkohol etc.). Das Unterschreiten einer 7-Tage-Inzidenz von 35 ist nun keine Voraussetzung mehr.

Mal schauen, wer sich fortan als Veranstaltung mit „länderübergreifendem Charakter“ definiert…
Und wie lange die Inzidenzzahl noch als alleiniger Parameter Bestand haben wird. Eine Krankenhausampel wird ja schon diskutiert und von Vielen befürwortet.

Ü50 oder U50 – Was nun?

Schon vor Corona war Ü50 ein Schreckgespenst, das manchem Berufsjugendlichen den Schweiß auf die Stirn getrieben hat. Man lachte gequält über die knallorangen Plakate am Straßenrand, die mal wieder eine Ü50 Disco im nächsten Ort ansagten und hoffte, dass man nie in die Verlegenheit kommen würde, da hinzugehen.

Und Ü50 in Coronazeiten? Der große Unterschied ist: Bei Corona kann man nicht entscheiden ob man hingeht oder nicht, die Ü50 kommt ganz von selbst zu einem. Man kann nur durch die Annahme eines Impfangebotes dazu beitragen, dass die Ü50 ihren Schrecken und ihre Wirkkraft verliert.

Wir erhalten aktuell einen Haufen Fragen, die alle um das gleiche Thema kreisen: Was passiert denn nun wieder, wenn wir dauerhaft die 50er Inzidenz überschreiten? Denn alle starren auf die täglichen Zahlen.

Die konsolidierte Lesefassung der nach wir vor gültigen 13. BayIfSMV besagt: Drei Tage in Folge bei über 50, dann gelten ab dem „übernächsten darauf folgenden Tag“ die Regelungen für Ü50.

Das bedeutet vor allem wieder die Reduzierung der Kontaktmöglichkeiten auf drei Haushalte und zehn Personen, die Reduzierung der Obergrenze für private Veranstaltungen, das Erfordernis negativer Testung für Kultur, Gastronomie (sofern mehr als ein Hausstand an einem Tisch zusammensitzt), Museen, Sport und Freizeiteinrichtungen, und bei Beherbergungsbetrieben die Pflicht zu einer Testwiederholung alle 48 Stunden jenseits des ohnehin erforderlichen Testnachweises bei Anreise für alle Personen ab 6 Jahren. Geimpfte und Genesene sind von diesen Zählungen und der Testpflicht in allen aufgeführten Fällen ausgenommen. Unser Testzentrum an der Tourist Info läuft noch bis 25. September, hier haben unsere und Ihre Gäste von Mo – So 9 – 18 Uhr immer die Gelegenheit, sich testen zu lassen.

Kein Unterschied macht Ü50 oder U50 für Läden und Geschäfte.

Kein Unterschied macht Ü50 oder U50 für Stadtführungen, Bergführungen, Stollenführungen oder auch für touristische Verkehre wie Flussschiffahrten und Busverkehre.

Hier ist noch einmal eine schöne Übersicht speziell für die touristischen Dienstleistungen.

Bei einer Inzidenz von über 100 gibt es aktuell keine gesonderten Regeln, die  Bundesnotbremse gibt es nicht mehr. Dann bleiben die Regeln wie für Ü50 einfach bestehen.

Was Sie mich jetzt nicht fragen dürfen, ist die Frage, was denn mit den Beschlüssen der letzten Ministerpräsidentinnen und -präsidentenkonferenz vom 10. August passiert. Da war nämlich die Rede von der Inzidenz 35, ab der all das, was oben für Ü50 beschrieben ist, vor allem all das, was in Innenräumen abläuft, bereits eintritt. Die konsequente Anwendung der 3G-Regel – Geimpft, Genesen oder Getestet – ist ebenfalls Bestandteil dieser Beschlüsse. Dies sollte bis zum 23. August in den Ländern verankert werden. Ich habe aber noch nichts aus Bayern gehört, wie das denn nun wieder verheiratet werden soll mit den bestehenden Ü50-U50-Regeln. Die 13. BayIfSMV gilt bis zum 25. August. Wir dürfen gespannt sein, ob da kurzfristig noch was Neues kommt.

Eine gute Zusammenfassung für alle relevanten touristischen Bereiche hat, wie immer, auch FrankenTourismus, reinschauen lohnt sich immer: Corona-Informationen – Tourismusnetzwerk Franken (tourismusnetzwerk-franken.de)

Aktuell sind tatsächlich viele Gäste da, und die Buchungen für die nächste Zeit sind sehr gut. Wollen wir hoffen, dass die Unsicherheit nicht wieder zunimmt und die Leute wieder beginnen zu stornieren. Viele Politikerinnen und Politiker schließen einen großen Lockdown für die Zukunft aus und verweisen auf die größeren Möglichkeiten für Geimpfte. Ich fände die Aufrechterhaltung umfangreicher Testpflichten für diverse Dinge bei weitem nicht so schlimm wie erneute Schließungen oder Einschränkungen. Und mit jeder Impfung wird es sowieso besser! Unbeständigkeit und Unsicherheit bleiben allerdings auch für den Rest des Jahres 2021 unser Grundzustand. Bereits jetzt beginnen ja schon wieder die Diskussionen über Weihnachtsmärkte, und der touristische Blick richtet sich lieber schon mal auf das Jahr 2022, und das erneut, wie es uns einfach innewohnt, mit vorsichtigem Optimismus …